Freitag, 12. Dezember 2014

Weihnachtsbäckerei Teil II

Hallo ihr Lieben,
weiter geht's mit Teil II der Weihnachtsbäckerei. Eine Sorte Kekse kann ja auch noch nicht alles gewesen sein. Nein, definitiv nicht!


Die Rezepte stammen hauptsächlich aus Büchern und Zeitschriften. Aber keine Sorge, ich habe habe alle online gefunden, so dass ihr diese Leckereien auch nachbacken könnt. Und entschuldigt meine karge Plätzchen-Deko, da hab ich einfach keine Geduld für!

Spritzgebäck mit Beerenguss
Das Rezept habe ich letztes Jahr zu Weihnachten in der Schrot und Korn entdeckt und musste es dieses Jahr dann endlich mal ausprobieren. Sind wirklich lecker geworden. Für den Beerenguss habe ich anstatt tiefgekühlte Heidelbeeren eine Beeren-Mischung verwendet. Das Rezept findet ihr hier.

Kokos-Erdnuss-Makronen
Der Plan: vegane Kokos-Makronen! Das Problem: nicht genügend Kokosraspeln. Die Lösung: gemahlene Erdnüsse! Jap, das hat super funktioniert und die Makronen sind richtig lecker geworden. Ein Grundrezept für vegane Kokosmakronen gibt es hier (ihr müsst ein wenig runterscrollen). Ich habe jedoch kein Öl benutzt, anstatt Sojamehl Ei-Ersatzpulver verwendet und die Hälfte der Kokosraspeln wie gesagt mit gemahlenen Erdnüssen ersetzt. Dafür habe ich einfach geröstete Erdnüsse im Vitamix grob vermahlen. Auch ohne Schokoglasur ein Genuss!

Weihnachtsplätzchen
Die Standard-Weihnachtsplätzchen dürfen natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen. Das Rezept habe ich auch "Vegan Backen" von Nicole Just entnommen. Ihr findet es aber auch beim 'Blick ins Buch' bei amazon.de

Orangen-Vanillekekse
Diese glutenfreien Kekse stammen ebenfalls aus der bereits erwähnten Ausgabe von Schrot und Korn. Das Rezept findet man glücklicherweise auch online. Das Orangenöls habe weggelassen. Die Plätzchen sind zwar etwas bröselig, aber sehr lecker. Die weiße Kuvertüre habe ich einfach durch Zartbitter ersetzt, aber mit weißer veganer Schokolade schmecken sie sicher extrem lecker!

Auch in diesem Jahr habe ich wieder Julis Schoko-Mandeln gemacht (nicht abgebildet)! Die sind einfach lecker und so einfach zu machen. 

Falls ihr noch mehr Inspiration für eure Weihnachtsbäckerei braucht, gibt es nun noch ein paar Rezept-Ideen:

Von meinem Blog:

Von anderen Blogs und Webseiten:

Für diejenigen, die mit englischen Rezepten klar kommen:

Dann bleibt mir hiermit nur noch zu sagen: Frohes Backen!

Weihnachtsbäckerei Teil I

Hallo ihr Lieben,
die Zeit ist gekommen - die Zeit, in der man tagelang ununterbrochen den Ofen am Laufen hat; die Zeit, in der man aufgrund des ganzen Mehls auf dem Boden denken könnte, es habe in der Wohnung geschneit; die Zeit, in der man sich das Essen-Kochen sparen kann, weil man den ganzen Tag nur Plätzchen-Teig nascht... Jap, es ist wieder Zeit für die alljährliche Weihnachtsbäckerei!

Wie sieht's bei euch aus? Habt ihr auch schon fleißig Plätzchen und co. gebacken? Oder seid ihr noch nicht in Weihnachts-Back-Stimmung? Na, da gibt's nur eine Lösung....


Los geht's!

Das folgende Rezept ist spontan entstanden, noch bevor ich richtig mit dem Weihnachtsplätzchen-Backen begonnen hatte. Ich hatte mich mit ein paar Freundinnen getroffen um den neuen "Tribute von Panem"-Film im Kino zu gucken. Da ich bei den Kinopreisen immer zu geizig bin zusätzlich für Popcorn oder andere Snacks ins Portemonnaie zu greifen, bringe ich lieber Snacks von zu Hause mit. Neben Tortilla Chips, die meine Freundin beigesteuert hat, gab es also die folgenden Kekse.


Sie sind (extra für meine Freundin) glutenfrei. Ihr könnt natürlich auch anderes Mehl verwenden, wenn es nicht glutenfrei sein muss. Die Cranberry-Füllung ist ebenfalls optional, jedoch überaus empfehlenswert!


Für 22-24 Stück
200 g Buchweizenmehl
100 g Vollkorn-Reismehl
5-6 EL Speisestärke, glutenfrei
80 g Kakao, ungesüßt
2 gestrichene TL Backpulver
160 g Rohrohrzucker
60 g Kokosöl
200-250 ml Reismilch

Cranberry-Füllung (ohne Wasser)
30 g Cashewmus
2 EL Agavendicksaft

70-100 g vegane Zartbitterschokolade

  • Die Cranberry-Füllung nach diesem Rezept zubereiten, jedoch anstelle von Wasser mit Cashewmus und Agavendicksaft cremig pürieren. Die fertige Füllung zur Seite stellen.
  • Für die Kekse alle trockenen Zutaten zusammengeben und verrühren (die Speisestärke ggf. sieben). 
  • Das Kokosöl in einem kleinen Topf auf dem Herd verflüssigen. Zusammen mit der Milch zu den trockenen Zutaten geben. Startet mit 200 ml Reismilch und gebt falls nötig mehr dazu. 
  • Den Teig kneten bis er in etwa die Konsistenz von Knete hat (ja, so kam es mir vor).
  • Den Backofen auf 180° C vorheizen.
  • Den Teig in 22-24 gleich große Stücke teilen. Diese jeweils zu einem Ball formen auf ein bzw. zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und leicht platt drücken. Dann mit einem Löffel oder mit dem Finger eine kleine Mulde in jeden Keks drücken und in diese einen kleinen Löffel der Cranberry-Füllung geben.
  • Die Kekse etwa 12-17 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
  • Die Zartbitterschokolade im Wasserbad zum Schmelzen bringen und über die Kekse träufeln.
  • Sobald die Schokolade fest geworden ist kann die Nascherei starten ... vorher ist natürlich auch erlaubt!


Wie gesagt könnt ihr das Buchweizenmehl und das Reismehl auch durch etwa Dinkel- oder Weizenmehl ersetzen (evtl. ist die Speisestärke dann nicht mehr nötig). Es könnte sein, dass sich dadurch die benötigte Menge an Reismilch ändert, also am besten mit weniger beginnen und je nach Bedarf mehr dazugeben. Reismilch kann selbstverständlich auch mit Hafermilch oder anderer pflanzlicher Milch ersetzt werden. Bedenkt jedoch, dass Hafermilch nicht glutenfrei ist. Zudem sind Reis- und Hafermilch leicht süßlich, Sojamilch ist hier also wahrscheinlich kein guter Ersatz.


So, damit der Blogeintrag nicht zu lang wird, gibt's im zweiten Teil weitere Rezeptideen!

Liebe Grüße!

Freitag, 5. Dezember 2014

Lebkuchen-Müsliriegel

Hallo ihr Lieben,
und, habt ihr schon eure Stiefel für morgen geputzt? Bei mir würde sich das definitiv nicht lohnen. Dienstag abend hat es noch geschneit und nun ist alles wieder geschmolzen - dementsprechend ist draußen alles nass und matschig! Dann nehme ich doch lieber den Schnee!

Heute habe ich mal wieder eine tolle Snack-Idee passend für die Advents- bzw. Weihnachtszeit für euch damit ihr nicht womöglich auf dem Weihnachtsmarkt eine ganze Tüte gebrannte Mandeln verdrückt um den Nachmittagshunger zu überstehen: Müsliriegel mit Lebkuchen-Geschmack. Das Rezept ist unkompliziert, schnell gemacht und lässt sich nach Belieben anpassen. Der Ofen muss für das Rezept auch nicht angemacht werden (auch wenn man das bei dieser Kälte sicherlich gerne machen würde).


Für 12 Riegel
100 g kernige Haferflocken
10 g gepoppter Amaranth
25 g gepoppter Reis oder mehr Amaranth
25 g Kokosraspeln
2 EL Chiasamen
1 Prise Salz
70 g Rosinen oder getr. Cranberries
1.5 - 2 TL Lebkuchengewürz
40 g vegane Schokotröpfchen (optional)
50 g Cashewmus
130 g Reissirup

  • Alle Zutaten bis auf die letzten beiden in einer Schüssel verrühren.
  • Das Cashewmus mit dem Reissirup in einen kleinen Topf geben und erwärmen. Dabei beides mit einem Schneebesen glatt rühren. Wenn die Masse anfängt zu kochen den Topf vom Herd nehmen.
  • Die Cashewcreme zu den anderen Zutaten geben und gut und gleichmäßig vermengen. Achtung, klebrige Angelegenheit!
  • Die Müslimasse in eine kleine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform geben und mit leicht angefeuchteten Händen verteilen und platt drücken. Ihr könnt auch einen angefeuchteten Löffel zur Hilfe nehmen um alles schön platt zu bekommen.
  • Die Auflaufform für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank (oder bei der Kälte nach draußen) stellen.
  • Dann mit einem scharfen Messer in 12 Riegel schneiden. 
  • Im Kühlschrank lagern oder auch im Tiefkühlfach.
TIPPS:
1) Falls ihr keinen gepoppten Reis da habt könnt ihr diesen wie schon erwähnt auch durch mehr gepoppten Amaranth oder auch gepopptes Quinoa ersetzen. 
2) Anstatt die Schokotröpchen in den Riegeln zu verarbeiten könnt ihr auch einfach eure liebste Schokolade schmelzen und über die Müslimasse träufeln nachdem ihr sie die Form gepresst habt.
3) Wer kein Lebkuchen-Fan ist kann auch einfach 1 TL Zimt anstelle des Lebkuchengewürzes verwenden.


Dann wünsche ich euch allen morgen einen schönen Nikolaus-Tag und ein adventliches Wochenende!

Dienstag, 2. Dezember 2014

Her mit dem Grünzeug!

Hallo ihr Lieben!
Ich hoffe ihr hattet alle einen schönen ersten Advent. Ich habe mein Adventswochenende fast ausschließlich am Schreibtisch verbracht und vorm Spiegel. Klingt merkwürdig? Ist es nicht. Ich habe mich für einen Vortrag vorbereitet - den ich gestern auf Englisch gehalten habe. Puh, das war schon eine Herausforderung, aber ich habe es geschafft und es lief doch ziemlich gut.

Nach dem Vortrag habe ich so richtig gemerkt, wie mir eine riesige Last von den Schultern fiel. Seitdem bin ich einfach nur super gut gelaunt und freue mich so richtig auf Weihnachten! Ich war heute morgen sogar schon um 4 Uhr wach und habe Weihnachtslieder gesummt - Bella war nicht wirklich begeistert, dass ich sie so früh geweckt habe.

Nun steht ja auch bald das große Weihnachtsbacken an: Unmengen Mehl, Zucker und co werden zu leckeren Plätzchen verarbeitet. Weihnachtszeit heißt jedoch nicht, dass man eine Ausrede hat, sich nur von Süßkram zu ernähren. Es sind tolle Gemüsesorten in Saison, und das sollte man ausnutzen.

Deshalb gibt es heute ein gemüselastiges Rezept für euch, dass sich zum Beispiel sehr gut als Beilage für euer Weihnachtsessen eignet. Als Nachtisch darf man dann auch in die Keksdose greifen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben!

(adaptiert von YumUniverse)

2-4 Portionen
15 Rosenkohlröschen
ca. 70 g frische Grünkohlblätter, ohne Stamm
270 g Süßkartoffel, in Würfel
1 kleine Zwiebel
etwas Öl (optional)
2 TL Dijon Senf
3 TL Tamari oder Sojasoße
1 TL Hefeflocken (optional)
2 TL Ahornsirup
2 TL Wasser
Salz, Pfeffer

  • Die Rosenkohlröschen gut waschen bzw. die äußeren Blätter sowie den harten Strunk entfernen. Anschließend in feine Streifen schneiden. Alternativ in einer Küchenmaschine (nicht zu fein) zerhakseln.
  • Den Grünkohl gründlich waschen, trocken schütteln und mit den Händen etwas zerrupfen. Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Die Süßkartoffel in kochendem Wasser auf dem Herd (oder in einer Glasschüssel mit Wasser in der Mikrowelle) garen und abtropfen.
  • Währenddessen etwas Öl oder ein paar Esslöffel Wasser/Brühe in einer großen Pfanne/einem breiten Topf erhitzen. Die Zwiebel dazugeben, kurz andünsten, dann den Rosen- und Grünkohl dazugeben.
  • Bei mittlerer Hitze 5-10 Minuten kochen (das Gemüse sollte noch etwas Biss haben!) und dabei zwischendurch umrühren. Eventuell Esslöffelweise Wasser dazugeben, falls das Gemüse anbrennen sollte.
  • In der Zwischenzeit Dijon Senf, Tamari, Hefeflocken, Ahornsirup und Wasser zusammenrühren. 
  • Die Soße mit in die Pfanne gießen und unterheben. Nun die gekochten Süßkartoffelwürfel dazugeben und vermengen. 
  • Mit schwarzem Pfeffer und ggf. etwas Salz würzen. Warm servieren.
TIPPS:
Für die Soße könnt ihr alle Zutaten auch in einen kleinen Glascontainer mit Schraubverschluss geben und darin schütteln. So bekommt ihr eine schön homogene Soße.

VARIANTEN:
  • gebt noch ein paar in einer trockenen Pfanne angerösteten Cashewkerne vorm Servieren dazu für einen extra Crunch
  • Cranberries sorgen für einen tollen Farbeffekt und bringen noch etwas mehr Süße in das Gericht
  • anstatt Süßkartoffeln könnt ihr auch Kichererbsen zum Kohl geben um den Proteingehalt etwas zu erhöhen
  • wer keinen frischen Grünkohl finden kann, versucht's doch mal mit Wirsing

Lasst es euch schmecken! 

Freitag, 21. November 2014

Lecker - super lecker - Cheesecake mit Cranberry-Swirl!

Hallo ihr Lieben,
also so langsam kommt man doch nun wirklich in Weihnachtsstimmung: Weihnachtsmärkte öffnen, das erste Weihnachtslied läuft im Radio und in vielen Läden steht schon Weihnachsdeko - die Supermärkte lasse ich jetzt mal außen vor, dort bekommt man ja schon seit September Spekulatius und co.

Habt ihr denn schon euer (veganes) Weihnachtsmenü geplant? Bei uns wird es sicherlich wieder geteilt sein, denn komplett vegan haut bei uns einfach nicht hin, aber das ist ja nicht schlimm. Hauptsache es ist für jeden etwas dabei!

Das heutige Rezept ist definitiv für jeden! Ein knuspriger Nussboden, eine Kokoscreme mit einem Hauch von Orange und als  i-Tüpfelchen ein süßer Cranberry-Swirl. Das perfekte Weihnachtsdessert! Und dafür müsst ihr nicht mal den Ofen anschmeißen. Glaubt mir, das ist einer der besten veganen Kuchen, den ich je gegessen habe - auch meine Testesser waren begeistert!


Für 10-12 Portionen
Cranberry-Swirl
150 g frische Cranberries
175 ml frisch gepresster Orangensaft
6 getrocknete Datteln
50 ml Wasser

Boden
50 g Haferflocken
200 g Mandeln
200 g getrocknete Datteln
50 g Ahornsirup

Cheesecake-Creme
200 g Cashewkerne
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
abgeriebene Schale 1/2 Bio-Orange
4-5 EL Kokosöl, fest
120 g Ahornsirup


  • Die Cashewkerne über Nacht oder mindestens 2 Stunden in Wasser einweichen.
  • Die Cranberries waschen und mit dem Orangensaft und den klein gehackten Datteln in einem Topf zum Kochen bringen. Dann bei niedriger Hitze etwa 10-12 Minuten weiter köcheln lassen. Anschließend mit dem Wasser zu einer sämigen Masse pürieren und abkühlen lassen.
  • Für den Boden die Mandeln zusammen mit den Haferflocken zunächst in einer Küchenmaschine grob vermahlen. Dann die Datteln und den Ahornsirup dazugeben und in der Küchenmaschine zu einer groben, klebrigen Masse verarbeiten. Diese in eine mit Kokosöl eingefettet Kuchenringform geben und gleichmäßig mit den Händen oder einem Löffel platt drücken.
  • Die eingeweichten Cashews gut abtropfen lassen und mit den restlichen Cheesecake-Zutaten cremig pürieren.
  • Die Creme auf den vorbereiteten Boden geben. Dann die Cranberry-Masse "kleksweise" auf der Creme verteilen und mit einer Gabel leicht einrühren.
  • Den Kuchen abgedeckt über Nacht oder für einige Stunden im Gefrierschrank fest werden lassen. Mindestens 20 Minuten vor dem Servieren herausnehmen und etwas auftauen lassen.
TIPPS: 1) Anstatt eine runde Kuchenform zu verwenden, könnt ihr auch eine rechteckige Auflaufform nehmen und den Kuchen im gefrorenen Zustand in kleine Stücke schneiden. 2) Wenn ihr glutenfreie Haferflocken verwendet wird der Kuchen glutenfrei. 3) Den Kuchen nicht zu lange bei (warmer) Zimmertemperatur stehen lassen, weil er euch sonst im wahrsten Sinne weglaufen. 4) Wer einen Hochleistungsmixer (z.B. Vitamix) besitzt, muss die Cashews nicht ganz so lange einweichen. Es reicht, wenn ihr sie ins Wasser gebt, wenn ihr mit den Vorbereitungen beginnt.


Ein schönes Wochenende wünsche ich euch! 

Dienstag, 18. November 2014

Sag' dem Schnupfen 'Leb wohl' - Suppe

Hallo ihr Lieben,
es ist kalt draußen, es hört nicht auf zu regnen, da möchte man sich am liebsten den ganzen Tag in seine Lieblingsdecke einkuscheln und das Zimmer nicht verlassen. Wem kommt das bekannt vor? Heute war es bei uns hier wirklich nur grau und nass! Das nahm selbst Bella die Freude am Spaziergang - und mir noch mehr danach, als ich Madame sauber machen durfte. Der erste Höhepunkt des heutigen Tags war der Zumba-Kurs, das hat Spaß gemacht und ich habe in der Halle bei dröhnender Musik vom fiesen Wetter nichts gesehen und gehört.

Höhepunkt Nummer 2 folgte dann im Anschluss an die Sporteinheit: eine warme, leckere Süßkartoffel-Suppe. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich liiiiiebe Süßkartoffeln! Vor kurzem habe ich im Asia-Laden sogar die japanische Sorte entdeckt, die ich in Thailand zum ersten Mal probiert und dort sicher fast täglich gegessen habe, einfach nur lecker!

Zurück zur Suppe. Anstatt lediglich Süßkartoffeln als einzige Gemüsesorte zu verwenden, war ich ganz mutig und habe noch Lauch und Fenchel hineingegeben. Fenchel war für mich bisher immer so ein was-mach-ich-bloß-damit-Gemüse, umso größer war meine Begeisterung beim finalen Geschmackstest. 

Wer momentan erkältet oder verschnupft ist tut sich mit der Suppe auch etwas Gutes, denn Fenchel "wirkt [...] krampf- und schleimlösend, entspannend, tonisierend und antibakteriell. Er hilft bei Verdauungsschwäche, bei Bronchitis, Husten und Asthma." (Quelle). Zusammen mit den vielen Nährstoffen aus Süßkartoffeln und Lauch, sowie den antiinflammatorischen Eigenschaften von Kurkuma und Ingwer ergibt sich ein selbstgemachtes und leckeres Mittelchen, welches euch mit Sicherheit schnell wieder fit macht.


Für ca. 4 Portionen
SUPPE
100 g Lauch
200 g Fenchel (etwa 1 Knolle)
450 g geschälte Süßkartoffel, gewürfelt
2 große Knoblauchzehen, gehackt
1 - 1.5 TL Ingwer, gehackt/gerieben
1/2 - 1 TL Kurkumawurzel, gerieben oder 1/4 - 1/2 TL Kurkuma, gemahlen
750 ml Gemüsebrühe
2 Lorbeerblätter (optional)
150 ml Reismilch/(Reis-)Kokosmilch
2 gehäufte EL Hefeflocken
Salz, Pfeffer

TOFU-WÜRFEL (optional)
200 g Naturtofu, gepresst und gewürfelt
Kokosöl
Salz
Rosmarin, getrocknet

  • Das Gemüse gründlich waschen. Den Lauch in dünne Ringe und den Fenchel in kleine Stücke schneiden.
  • In einen großen Topf etwas Kokosöl oder ein paar Esslöffel Gemüsebrühe (fettarme Variante) erhitzen und den gehackten Knoblauch und Ingwer dazugeben. 1-3 Minuten kochen (ggf. etwas mehr Brühe hinzufügen).
  • Nun Kurkuma einrühren und da Gemüse hinzufügen. Kurz kochen und mit Brühe aufgießen. Die Lorbeerblätter dazugeben und zum Kochen bringen.
  • Mit Deckel etwa 20-25 Minuten auf niedriger bis mittlerer Hitze köcheln lassen bis das Gemüse weich gekocht ist. 
  • Die Lorbeerblätter entfernen, Die Hefeflocken zur Suppe geben und diese sämig pürieren. Anschließend die Milch einrühen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Für die Tofu-Würfel etwas Kokosöl (oder anderes hocherhitzbares Öl) in einer Pfanne erhitzen und den gewürfelten Tofu darin von allen Seiten braun anbraten. Wenn die Würfel leicht gebräunt sind Rosmarin hinzugeben und mit Salz würzen. 
  • Die warme Suppe mit den Tofu-Würfeln servieren.
TIPPS: 1) Anstatt Reismilch könnt ihr wie erwähnt auch Reis-Kokos- oder reine Kokosmilch verwenden. 2) Wenn ihr frische Kurkumawurzel verarbeitet, tragt am Besten Einweghandschuhe 3) anstatt mit Tofuwürfeln könnt ihr die Suppe z.B. auch mit leicht angedünstetem, noch knackigem Brokkoli oder gerösteten Kichererbsen toppen



Dann mal guten Appetit und an die, die der Schnupfen erwischt hat: Werdet schnell wieder gesund!

Liebe Grüße!

Freitag, 14. November 2014

Herbstrollen

Hallo ihr Lieben,
nach zwei Wochen Stille melde ich mich endlich wieder. Was gibt es also Neues bei mir: Die Uni läuft, es gibt einiges zu tun, Bella geht es super und ich freue mich schon auf Weihnachten! Ja ich weiß, es ist noch mehr als einen Monat bis Weihnachten, aber immerhin ist in knapp zwei Wochen der erste Advent.

Aber bevor wir nun allzu weit abschweifen, bleiben wir doch jetzt mal beim hier und jetzt. Im Herbst!

Wer beim Lesen des Posttitels gedacht hat, ich spreche von den sich schon im Herbst ansammelnden Bauchspeckdepots - falsch gedacht! Es handelt sich um ein neues Rezept.  Ich hatte vor kurzem nämlich Lust auf Frühlingsrollen, wollte jedoch trotzdem etwas Warmes essen - tataaa, so kam mir die Idee zu den Herbstrollen.


Gefüllt sind sie mit knackigem Gemüse wie Rotkohl und Karotten, dazu kommen ein paar zerdrückte weißen Bohnen als eiweißreiche Zutat - aber natürlich könnt ihr sie auch nach eurem Geschmack füllen. Das Beste ist jedoch der Dip aus Butternut Kürbis, Knoblauch und Kokosmilch, den solltet ihr unbedingt probieren! Wer jedoch überhaupt kein Fan von Kürbisgewächsen oder Kokos ist, sollte meinen Erdnuss-Ingwer-Dip anstelle testen.



Für 1 Portion (GF)
DIP
200 g Butternut Kürbis-Würfel, geschält
1 (große) Knoblauchzehe
1-2 TL Kokosöl
Salz, Pfeffer
3-4 EL Kokosmilch
1 TL Ahornsirup (optional)

HERBSTROLLEN
3-4 Scheiben rundes Reispapier
weiße Bohnen (Dose)
Rotkohl
Karotte
Paprika
oder Gemüse nach Wahl

  • Den Ofen auf 200° vorheizen.
  • Die Knoblauchzehen grob hacken und zu den Kürbiswürfeln geben. Das Gemüse mit dem Kokosöl, etwas Salz und Pfeffer vermengen und in eine leicht gefettete Auflaufform bzw. einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen.
  • 20-25 Minuten backen.
  • Währenddessen das Gemüse für die Herbstrollen fein schneiden oder hacken. Die Bohnen aus der Dose abtropfen lassen, mit einer Gabel zerdrücken und ggf. etwas salzen. Ihr braucht übrigens nicht die gesamte Dose, sondern lediglich ein paar Esslöffel.
  • Das Reispapier nach Packungsanweisung anfeuchten, mit dem Gemüse und ein wenig zerdrückte Bohnen belegen und aufrollen.
  • Sobald der Kürbis im Ofen gar ist diesen samt Knoblauch mit der Kokosmilch pürieren bis die gewünschte Konsistzenz erreicht ist. Ggf. mit Salz nachwürzen.
  • Die Herbstrollen falls erwünscht für 3-5 Minuten im noch warmen Ofen auf einer leicht gefetteten Fläche erhitzen.
  • Mit dem noch warmen Dip servieren.



Dann genießt mal schön den leckeren Herbst! Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

PS.: Danke an alle, die für mich beim ISPO-Wettbewerb abgestimmt haben, ich habe immerhin den 5. Platz gemacht!

Freitag, 31. Oktober 2014

Happy Halloween: BBQ-Tempeh-Sandwich

Hallo ihr Lieben!
Es ist Halloween! Ich hätte es schon fast wieder vergessen, wenn ich gerade nicht ein paar Dutzend Kinder in Kostümen durch den Ort laufen gesehen hätte. Wenn sie bei mir klingeln werden, dann würde sicher eine Banane in ihren Taschen landen, meine Schokolade gebe ich nicht her!

Von süß zu herzhaft, wie wär es mit einem schnellen Sandwich-Rezept? Passend zu Halloween in Monster-Style.


Vor kurzem habe ich Tempeh für mich entdeckt. Ich wollte mal wieder etwas Neues probieren - ich habe Tempeh zwar schon einmal in den USA gegessen, aber damals hatte ich noch keine Ahnung, was ich daraus machen sollte und somit war ich von dem fermentierten Sojabohnen-Produkt nicht wirklich begeistert. Bei einem meiner letzten Einkäufe ist es dann mal wieder in meinem Einkaufswagen gelandet. Schade nur, dass es nicht gerade günstig ist. Aber ich denke Tempeh ist eine gute Proteinquelle und eine tolle Alternative zu Tofu, die man sich ab und zu mal "gönnen" sollte um beispielsweise dieses  leckere Sandwich zu machen.


1 Portion
TEMPEH
2 dünne Scheiben Tempeh (ca. 60 g)
etwa 2 EL BBQ-Sauce
Öl

SAUCE
2 EL Sojajogurt
1 TL Tahin, weiß
1 TL Zitronensaft
2 TL BBQ-Sauce
Salz

3-4 EL Sauerkraut 
1 Bagel
optional: 1 Olive
  • Für die Sauce alle Zutaten glatt rühren und mit Salz abschmecken. Bis zum Verzehr kühl stellen.
  • Die Tempeh-Scheiben mit BBQ-Sauce von beiden Seiten einpinseln. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tempeh darin anbraten.
  • Den Sauerkraut erwärmen. 
  • Den Bagel aufschneiden und ggf. toasten. Etwas Sauce auf die eine Hälfte schmieren, Tempeh-Scheiben und Sauerkraut darauf legen und den Rest der Sauce darüber geben. Die zweite Bagel-Hälfte oben drauf legen und fertig!
  • Für die Monster Augen die Olive halbieren und auf dem Bagel wie im Bild zu sehen platzieren.
TIPP: Alternativ zum Sauerkraut könnt ihr auch Krautsalat nehmen. Diesen würde ich jedoch nicht erwärmen.


Ich wünsche euch noch einen schaurig schreckhaften Abend und ein schönes Wochenende!

PS: Es wäre wirklich nett, wenn ihr hier für mein Waffel-Rezept mit Kichererbsen-Scramble voten würdet.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Vegan Wednesday #114

Hallo ihr Lieben,
ich dachte mir, ich könnte ja mal wieder beim Vegan Wednesday mitmachen - auch wenn meine Bilder nicht gerade super geworden sind. Was solls, Hauptsache ist doch, dass das Essen geschmeckt hat. Gesammelt wird dieses Mal übrigens bei Petzi.




Frühstück
Morgens gab es einen Smoothie, genauer gesagt den 'Green Zen-ergy Matcha Shake'
aus dem Buch "365 Vegan Smoothies" von Kathy Patalski. Super lecker!


Snacks und Mittagessen
Als Morgen-Snack in der Uni gab es einen Apfel und eine Mandarine - wer kommt bei dem Mandarinen-Geruch auch so in Weihnachtsstimmung wie ich?
Zu Mittag hatte ich eine Portion Naturreis mit einer Süßkartoffelcurry-Sauce und grüne Bohnen
 - dank Thermobehälter sogar warm!


Snack
Zwischendurch gab es eine Fruchtschnitte, die mir meine Geschwister von der "Veggie World" mitgebracht haben. Leider habe ich erst an die Kamera gedacht, als der Riegel schon verputzt war...

Abendessen
"Creamy Potato Leek Soup" sprich Kartoffel-Lauch-Suppe aus dem tollen Kochbuch "Isa Does It" von Isa Chandra Moskowitz. Davon gab es gleich zwei Portionen! Das war eine der besten Kartoffel-Lauch-Suppen, die ich jemals gegessen habe! Und die Zubereitung war so einfach! (Das Rezept findet ihr in der amazon.de-Preview)


Das sind übrigens die zwei neuen Bücher in meinem Regal, die ich oben erwähnt habe. Beide sind sehr zu empfehlen. Wer also kein Problem mit der Umsetzung englischer Rezepte hat, der sollte sich diese beiden Titel auf seinen Wunschzettel für Weihnachten setzen!


Einen schönen Abend noch!

Montag, 27. Oktober 2014

Herzhafte Waffeln mit Kichererbsen-Scramble

Hallo ihr Lieben,
was für ein herrlicher Montag-Vormittag! Es ist zwar kalt, aber die Sonne lacht. Aus diesem Grunde werde ich mich heute kurz halten, so dass ich mit Bella eine schöne große Runde laufen kann, bevor ich heute nachmittag wieder zur Uni muss.

Heute gibt es mal wieder ein Frühstücks-Rezept, und zwar ein herzhaftes Frühstücks-Rezept. Auf die Idee kam ich, als meine Freundin mir letzte Woche herzhafte vegane Waffeln präsentiert hat und die waren echt lecker! Kombiniert mit einem eiweißreichen Kichererbsen-Scramble und einer Creme aus Cashewkernen ergibt sich ein tolles Wochenendfrühstück!



Für 2-3 Portionen
CASHEWCREME
60 g Cashews, über Nacht eingeweicht
70 ml Wasser
2 Cherrytomaten (optional)
1/2 rote Chilischote, ohne Samen
1-2 TL Zitronensaft
2 TL Hefeflocken 
Salz, Pfeffer

WAFFELN
1 TL geschrotete Leinsamen
1 Frühlingszwiebel
1/4 kleine rote oder gelbe Paprika (optional)
30 g Hafermehl/geschrotete Haferflocken
50 g Weizenvollkornmehl
1/2 TL Backpulver
Salz, Pfeffer
1/4 TL Kümmel, gemahlen
1/4 TL Paprika edelsüß
2 TL Hefeflocken
1 EL Öl
100-125 ml ungesüßte Mandel- oder Sojamilch

KICHERERBSEN-SCRAMBLE
1 Dose (400 g) Kichererbsen, abgetropft
1/2 mittelgroße Zwiebel
1-2 EL Öl
50 g frischer Blattspinat
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Garam Masala
Kala Namak oder Salz
Pfeffer

Cherrytomaten und Petersilie zum Garnieren

außerdem: Waffelbackform aus Silikon für den Ofen

  • Für die Cashewcreme die eingeweichten Cashews abtropfen lassen und mit den restlichen Zutaten zu einer cremigen Masse pürieren. Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.
  • Für die Waffeln die geschroteten Leinsamen mit 3 TL warmen Wasser verrühren und zur Seite stellen. Die Frühlingszwiebel und die Paprika sehr klein hacken. Nun alle trockenen Zutaten zusammengeben. Das Öl, die Milch und die geschroteten Leinsamen dazu geben und zu einem Teig verarbeiten. 
  • Den Teig etwa 10-15 Minuten ruhen lassen und währenddessen den Ofen auf 200° vorheizen.
  • In der Zwischenzeit für das Kichererbsen-Scamble die Zwiebel fein hacken, den Blattspinat waschen und trocken schütteln.
  • Den Waffelteig nun in die Silkon-Waffelform gießen und im Ofen etwa 20-25 Minuten backen. 
  • Zurück zu den Kichererbsen: Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin andünsten. Die Kichererbsen dazu geben und mit einer Gabel teilweise zerdrücken. Nun würzen und verrühren. Anschließend den Blattspinat dazugeben und 3-5 Minuten mitkochen. Mit Kala Namak bzw. Salz und Pfeffer abschmecken und vom Herd nehmen.
  • Die Waffeln aus der Silikonform nehmen und für weitere 7-10 Minuten goldbraun backen.
  • Die fertigen Waffeln mit den Kichererbsen, der Cashewcreme und geviertelten Cherrytomaten und Petersilie servieren.

Für das Kichererbsen-Scramble könnt ihr natürlich auch Gewürze eurer Wahl nehmen und die Waffeln lassen sich sicher auch in einem Waffeleisen backen. Vergesst jedoch nicht dieses gut einzufetten!

Mit diesem Gericht nehme ich übrigens an dem Fotowettbewerb „Gesunder Start in den Tag - Zeige uns Dein Fitness-Frühstück“ teil. Vielleicht habt ihr ja auch Lust teilzunehmen oder für mich zu voten, wenn euch mein Rezept gefällt.


Ich bin dann mal draußen....
Liebe Grüße!
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