17. April 2015

Haselnusskuchen mit "Quarkcreme" und Erdbeeren

Hallo ihr Lieben,
ich bin gerade seit langer Zeit mal wieder bei meinen Eltern daheim. Leider nur für eine Woche, da ich nächsten Donnerstag für einen Termin wieder nach Jena zurück muss. Eigentlich hatte ich vor in dieser Woche die noch anstehenden Praktikums-Protokolle fertigzustellen, doch so wirklich weit bin ich bisher noch nicht gekommen - wie das zu Hause nun mal so ist. Ich stehe lieber in der Küche und koche für meine Eltern und mich, mache Sport, gehe mit den Hunden spazieren, etc. 


Gestern war ich mit einer Freundin im Kino. Wir haben "Fast & Furious 7" in Englisch geguckt. Ich habe die ersten sechs Teile vorher nicht gesehen, doch dieser Film war der Wahnsinn! Jetzt muss ich mir die anderen Teile auch noch ansehen! Aber so lange das Wetter noch schön ist, muss ich ja nicht auf der Couch hocken und Filme gucken. Da geht's natürlich raus an die frische Luft!


Vor ein paar Tagen waren meine Mutter und ich beim Bauernmarkt und haben frisches Obst und Gemüse gekauft. Auch wenn die Saison noch nicht begonnen hat sind ein paar Erdbeeren in unserem Wagen gelandet. Die sahen einfach zu süß aus! Zu Hause überkam mich dann die Lust etwas zu backen. Also Küchenschränke auf und Zutaten zusammengesucht! Das Ergebnis: Ein saftiger Haselnusskuchen mit einer veganen "Quarkcreme" und frischen Erdbeeren. 


Für 1 Kuchen (26-28 cm Durchmesser)
KUCHEN
150 g Weizenmehl Typ 1050
200 g Buchweizenmehl
200 g gemahlene Haselnüsse
200 g (Rohrohr)zucker
50 g Kokosöl, geschmolzen
100 g Apfelmark
400 ml Hafermilch
1 Pck. Vanillezucker oder gemahlene Vanille
1 Pck. Backpulver
1 Prise Salz

"QUARKCREME"
100 g Cashewkerne
400 g Sojajogurt, ungesüßt
40 g Kokosöl, fest
50 g Puderzucker
abgeriebene Schale 1/2 - 1 Zitrone

250-300 g Erdbeeren
vegane Zartbitterschokolade (optional)

  • Für die die "Quarkcreme" die Cashewkerne in Wasser einweichen. Den Sojajogurt in einem feinen Sieb, das mit ein paar Lagen Küchenrollenpapier ausgelegt ist, abtropfen lassen (evtl. das Papier zwischenzeitlich wechseln). 
  • Nun zum Kuchen. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Weizen- und Buchweizenmehl, gemahlene Haselnüsse, Zucker, Backpulver und Salz in eine Rührschüssel geben und vermengen. Nun Apfelmark, das flüssige Kokosöl und Hafermilch einrühren und zu einem glatten Teig verrühren.
  • Den Teig in eine gefettete Backform geben und gleichmäßig verstreichen.
  • Im vorgeheizten Backofen 30-35 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. 
  • Den Kuchen komplett abkühlen lassen.
  • In der Zwischenzeit die Quarkcreme zubereiten. Dazu die eingeweichten Cashewkerne abtropfen lassen und mit dem abgetropften Sojajogurt, sowie den anderen drei Zutaten cremig pürieren. Anschließend kühl stellen.
  • Sobald der Kuchen abgekühlt ist mit einem Messer oder einer Gabel einen Teil der Oberfläche abkratzen, so dass eine Art Mulde ensteht (siehe Bild). Die abgekratzte Kuchenmasse könnt ihr anderweitig verwerten, oder einfach gleich naschen!
  • Nun die Creme in die Mulde geben und verstreichen. 
  • Die Erdbeeren waschen, halbieren und auf der Creme verteilen. Mit geraspelter Zartbitterschokolade garnieren. 
  • Den Kuchen kühl stellen bis die "Quarkcreme" fest geworden ist. 

TIPPS
- Der Kuchen ohne Creme macht sich gut als nussiger Kastenkuchen - am besten mit Zartbitter-Schokoglasur
- Anstelle von Erdbeeren könnt ihr auch andere Beeren bzw. andere Früchte verwenden. Kirschen sind bestimmt auch klasse! 
- Wer kein Fan von Haselnüssen ist: Die gemahlenen Haselnüsse lassen sich natürlich durch gemahlene Mandeln ersetzen.
- Für einen glutenfreien Kuchen das Weizenmehl einfach durch eine vegane Back-/Mehlmischung ersetzen und anstatt Hafermilch andere Pflanzenmilch wie Mandel- oder Reismilch verwenden.


Auf dem Bild ist die "Quarkcreme" noch recht flüssig. Sie wird aber fest, wenn sie eine Zeit lang kühl gestanden hat, ich denke eine Stunde reicht locker. Meine Mutter und ich wollten jedoch nicht so lange warten und haben uns gleich als der Kuchen fertig war zur "Kaffe-und-Kuchen"-Zeit ein Stück gegönnt. 

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße!

8. April 2015

Frühlingsrollen mit Spargel

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe ihr hattet alle schöne Ostern! Ich habe Ostern mit meinem Hund verbracht. Meine Eltern sind momentan eh in ihrem Wohnmobil unterwegs, also wäre ich daheim auch allein gewesen. Zudem habe ich noch eine letzte (!!) Prüfung am Freitag, für die ich mich in den letzten Tagen vorbereitet habe. Sprich, Ostern war für mich wie jeder andere Tag (bzw. Tage) auch, abgesehen von den leckeren Schokoeiern, die ich alle alleine verputzt habe. Ihr solltet sie unbedingt mal machen, ein toller Snack für zwischendurch, wenn euch mal wieder die Lust auf etwas Süßes überkommt.

Von Süß zu Herzhaft: Die Spargelzeit hat begonnen, juhuuu! Spargel habe ich als Kind eher selten gegessen und wenn, dann gab es das Gemüse meist aus dem Glas. Ihr kennt sie doch sicher auch, diese labberigen Spargelstängel getränkt in Salzwasser? Nein Danke, das muss nicht sein. Es geht doch nichts über knackigen, frischen Spargel. Deswegen koche ich ihn auch nicht so lange, damit er diesen tollen Biss behält. 


Vor ein paar Tagen lag ich abends im Bett und habe mir in meinen Gedanken ausgemalt, was ich denn schönes mit Spargel kochen könnte. Und irgendwie kam ich dann auf Frühlingsrollen! Das musste ich am nächsten Tag gleich ausprobieren. Zu Frühlingsrollen gehört natürlich auch ein leckerer Dip. Eigentlich wollte ich eine Art Guacomole aus Avocado und Erbsen machen, doch meine Avocado war leider etwas überreif. Wie ich dann auf einen Erbsen-Zucchini Dip mit Miso gekommen bin, kann ich euch auch nicht mehr sagen :) Er schmeckt jedenfalls sehr gut und passt hervorragend zu den Frühlingsrollen. Das Rezept ist übrigens fettarm und eignet sich super als ein locker leichtes Gericht für einen sonnigen Frühlingstag!



Für 2 Portionen
FRÜHLINGSROLLEN
1 Bund grüner Spargel (400 g)
1/2 gelbe Paprika
etwas Gemüsebrühe
1-2 EL Zitronensaft
1 TL Sesam (optional)
4 runde Reispapierplatten

DIP
1 kleine Zwiebel
100 g Zucchini
150 g TK-Erbsen
1/3 - 1/2 TL Kümmel, gemahlen
2 EL Zitronensaft
1 gehäufter EL Shiro Miso
Salz, Pfeffer

  • Den Spargel waschen, die holzigen Enden abschneiden und halbieren. Die Paprika in Streifen schneiden.
  • Etwas Gemüsebrühe in eine Pfanne geben (etwa 0,5 - 1 cm hoch) und zum Kochen bringen. Die halbierten Spargelstängel hineingeben und für ein paar Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze kochen bis der Spargel gar, aber noch knackig ist. 
  • Nun mit Zitronensaft beträufeln und leicht salzen. Den Spargel aus der Pfanne nehmen und etwas abkühlen lassen.
  • Für den Dip die Zwiebel klein hacken und Zucchini würfeln. In dieselbe Pfanne wieder etwas Brühe hineingeben (diesmal nicht ganz so viel) und die Zwiebel darin glasig "dünsten". Nun die Zucchini dazugeben und ein paar Minuten mitkochen, bis das Gemüse weich ist. 
  • Dann die TK-Erbsen dazugeben und mitgaren, bis sie komplett aufgetaut sind. Mit Kümmel, Salz und Pfeffer würzen und weitere 2-5 Minuten garen. Anschließend mit Zitronensaft und Miso zu einem leicht stückigem Dip pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zur Seite stellen (ggf. in Kühlschrank).
  • Zurück zu den Frühlingsrollen: Falls ihr Sesam verwenden möchtet diesen kurz in einer heißen Pfanne ohne Öl anrösten. In der Zwischenzeit das Reispapier nach Packungsanweisung oder wie hier beschrieben vorbereiten, 1/4 des Spargels und der Paprika mittig darauf legen, mit etwas Sesam bestreuen und aufrollen (Beschreibung siehe Link).
  • Die Frühlingsrollen mit dem Dip servieren.
TIPPS:
- Shiro Miso ist eine helle Miso Sorte, die etwas milder und süßlicher ist als dunklere Sorten, die man meist in Bioläden bekommt. Ich verwende diese Marke.
- Falls ihr einen anderen Dip verwenden möchtet, nur zu! Wie wäre es denn mit einem Erdnuss-Ingwer-Dip?


Lasst es euch schmecken!
Liebe Grüße!

4. April 2015

Schoko-Eier

Hallo ihr Lieben,
das lange Osterwochenende ist gekommen und damit ist die Fastenzeit zu Ende. Habt ihr dieses Jahr auf irgendeine Art und Weise gefastet? Und habt ihr es auch durchgehalten? Falls ihr auf Zucker verzichtet habt und jetzt richtig Lust auf etwas schokoladiges habt, dann habe ich etwas für euch: Schoko-Eier!


Damit ihr euren Körper nicht gleich mit einer dicken Ladung Zucker schockt, ist die Füllung frei von zugesetzten Zucker; die besteht nämlich nur aus Datteln, Walnüssen, Chiasamen, Hanfsamen und Vanille. Oster-Bonus: Jedes Ei enthält eine dicke Ladung essentieller Omega-3 Fettsäuren! Ein Grund mehr, sich über das Ende der Fastenzeit zu freuen.


Für ca. 10-15 Schoko-Eier
200 g weiche Datteln 
100 g Walnusskerne
2 gehäufte TL Chiasamen
2 gehäufte TL Hanfsamen, geschält
Mark 1/2 Vanilleschote
Prise Salz
100 g vegane Zartbitterschokolade/-kuvertüre

  • Alle Zutaten bis auf die Schokolade in einer Küchenmaschine verarbeiten, bis die Zutaten gut zerkleinert sind und ihr eine klebrige Masse habt.
  • Mit den Fingern oder zwei Löffeln zu ca. 10-15 Eiern formen, je nachdem wie groß ihr sie haben möchtet. Anschließend 15-25 Minuten in den Tiefkühler stellen.
  • Gegen Ende der Zeit die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Eier nacheinander in der geschmolzenen Schokolade wenden. Dann auf Backpapier legen. 
  • Sobald die Schokolade leicht getrocknet ist könnt ihr die Schoko-Eier in den Kühlschrank stellen, so dass die Schokolade komplett hart wird. 
  • Nun dürft ihr natürlich naschen! Die restlichen Schoko-Eier weiter im Kühschrank aufbewahren und innerhalb von ein paar Tagen verzehren.

TIPPS:
  • Falls ihr keine Hanfsamen zur Hand habt, könnt ihr auch mehr Walnusskerne oder andere Nüsse verwenden. 
  • Harte Datteln eignen sich nicht so gut für die Füllung, da sie dann nicht zusammenhalten würde. Schaut am besten nach "Soft Datteln" oder frischen Datteln aus dem Biomarkt.

Falls ihr noch eine Kleinigkeit für eure Freunde oder Bekannte braucht, die Schoko-Eier lassen sich sicher gut verschenken. Sie sollten nur wie gesagt kühl aufbewahrt werden.

Dann wünsche ich euch allen ein schönes Osterfest! 
Liebe Grüße!

30. März 2015

Gewinner // Etwas Süßes aus dem Glas

Hallo ihr Lieben,
die zwei Gewinner meines Gewinnspiels stehen fest!






Herzlichen Glückwunsch an Illaris Gondor und Sofie, ihr werdet in kürze eine Email von mir bekommen! An alle anderen, die ebenfalls ihr Glück versucht haben: Herzlichen Dank fürs Mitmachen und vor allem für die vielen netten Kommentare. Auch wenn es für euch diesmal nicht geklappt hat - ich hoffe ich kann euch den Tag mit dem folgenden Rezept dennoch versüßen.



Sieht das nicht lecker aus? Ich bin einfach ein Fan von Parfaits und konnte mir es auch bei diesem Rezept nicht verkneifen die Komponenten zu schichten. Schicht eins: Hirse! Ja wirklich, auch wenn es nicht so aussieht. Der Trick? Ich hab's in Kokosmilch gekocht und dann püriert. Heraus kam eine Art Brei die mich irgendwie stark an Grießbrei erinnert hat. Schicht zwei: Apfel, Orangensaft und Datteln, gekocht und zu Kompott verarbeitet.


Und, schon Appetit bekommen? Dann macht es euch die Tage mal zum Frühstück oder einfach mal so für Zwischendurch. Ihr könnt natürlich auch anstelle des Kompotts anderes Obst nehmen. Ich kann mir beispielsweise heiße Kirschen dazu richtig gut vorstellen. Übrigens ist das Rezept glutenfrei!




Für 2 Portionen
120 g Hirse
200 ml Wasser
150 g Kokosmilch
1-2 EL Agavendicksaft oder Ahornsirup

2 Äpfel
1 Orange, ausgepresst oder ca. 100 ml Wasser
5 (weiche) Datteln
1/2 TL Zimt

  • Die Hirse mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Wasser und Kokosmilch in einem Topf zum Kochen bringen. Die Hirse einrühren und bei nierdiger bis mittlerer Hitze 20-25 Minuten köcheln lassen, bis die Hirse eingedickt ist. 
  • Währenddessen die Äpfel in kleine Stücke schneiden und in einem kleinen Topf zusammen mit der ausgepressten Orange und dem Zimt zum Kochen bringen. 10-15 Miuten lang köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren.
  • Sobald die Hirse fertig gekocht ist den Topf vom Herd nehmen und etwa eine Minute stehen lassen. Anschließend den Agavendicksaft dazugeben und pürieren. Falls der Brei nicht "breiig" genug ist einfach etwas Wasser oder mehr Kokosmilch dazugeben.
  • Zurück zum Kompott: Die Datteln zerkleinern und zu den Äpfeln geben und das ganze ebenfalls fein pürieren. 
  • Nun den warmen Hirsebrei mit dem Kompott servieren. Oder beides in den Kühlschrank stellen und zu einem späteren Zeitpunkt kalt genießen.

TIPPS:
- Falls eure Datteln nicht sehr weich sein sollen, kocht sie am besten schon mit den Äpfeln mit, oder weicht sie eine Weile in warmen Wasser ein.


Ich habe momentan Besuch von meinen Eltern. Wir hatten heute leider wirklich mieses Wetter: Sonne, Regen und Wind, Sonne, Regen und Wind im Wechsel - und das denn ganzen Tag! Man konnte also nicht wirklich viel draußen machen. Die wenige Minuten Sonnenschein am Stück haben es uns auch nicht leicht gemacht mit Bella laufen zu gehen. Wir waren kurz in Jena und haben uns vegane Burger gegönnt. Morgen fahren meine Eltern dann weiter, kommen in zwei Wochen aber wieder hier vorbei um mich mit nach Hause zu nehmen. Juhuuu! Bis dahin habe ich noch eine Prüfung zu bestehen und ein paar Protokolle zu schreiben. Aber mit leckerem Essen wie diesem Hirsebrei lässt sich das leicht überstehen.


Ich wünsche euch noch eine schöne Woche! Bis zum nächsten Rezept!
Liebe Grüße!

PS: Falls euch mein Buch gefällt würde ich mich über eure Kommentare oder einer Rezension auf amazon.de sehr freuen!

26. März 2015

Brokkoli-Tempeh-Cakes

Hallo ihr Lieben,
erst einmal möchte ich mich bei euch für eure vielen netten Kommentare zu meinem letzten Post und zu meinem Kochbuch bedanken - so viel positive Resonanz hatte ich nicht erwartet! Dankeschön! Seit gestern gibt es mein Kochbuch 'Heute mal vegan' nun offiziell zu kaufen. Da ich diese Woche ein Praktikum habe und bis nachmittags im Labor stehe habe ich den Termin doch tatsächlich "verschlafen". Mir ist erst heute aufgefallen, dass gestern der 25.3.2015 war! Das bedeutet also auch, dass nur noch ein paar Tage übrig sind um an meinem Gewinnspiel teilzunehmen. Wer das noch nicht gemacht hat, sollte es demnach möglichst bald tun.

Heute gibt es wieder ein Rezept. Diese Kreation ist schon vor ein paar Wochen entstanden. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich schmeiß' manchmal ganz willkürlich irgendwelche Zutaten in den Mixer und schau, was am Ende dabei herum kommt. Leider endet das nicht immer im Guten, aber in diesem Fall war ich schwer begeistert. 


Gestartet bin ich mit der Idee Burger-Patties mit Tempeh zu machen. Ich habe also geschaut was noch so im Kühlschrank herumlungert und aufgebraucht werden muss: Tempeh, Brokkoli, gekochter Reis und ein paar andere Kleinigkeiten für den Geschmack. Alles püriert, zu Patties geformt und ab in den Ofen. Das Ergebnis war dann jedoch von der Konsistenz her ein wenig enttäuschend, zumindest wenn man die Motivation hatte Burger-Patties zu machen. Aber gut, geschmacklich waren sie prima, darum musste ich mir etwas Neues einfallen lassen. 



Ein weiterer Blick in den Kühlschrank, und mein selbstgemachter Sauerkraut blinzelt mich aus der hintersten Ecke an: Perfekt! Aber irgendwie fehlte noch das i-Tüpfelchen - eine Soße oder Dressing - na klar, Tahin! Und Puff, hier haben wir meine Brokkoli-Tempeh-Cakes mit Sauerkraut und Tahin-Dressing. Sehen die Farben nicht klasse aus?  Vielleicht hätte ich das Gericht eher 'Frühling auf dem Teller' nennen sollen.


Für 6 Cakes
CAKES
200 g Brokkoliröschen
200 g Tempeh
3 EL Kapern
150 g gekochter Naturreis
3 EL Tamari oder Sojasoße
1 TL Hot Sauce (optional)
50 g Sonnenblumenkerne
1/2 TL Knoblauchgranulat bzw. 1 frische Zehe
1/4 - 1/2 TL Cayenne
1 TL Thymian, getrocknet
Salz, Pfeffer


DRESSING
50 g weißes Tahin
1/2 Zitrone, Saft
4-6 EL Wasser
1/2 TL Sambal Oelek oder andere Chili-Paste (optional)
2-3 TL Agavendicksaft
Salz

gehackte Petersilie zum Garnieren
  • Den Ofen auf etwa 175°C vorheizen.
  • Die Brokkoliröschen waschen und abtropfen lassen. Tempeh ggf. dämpfen (siehe Tipps) und mit dem Brokkoli in einer Küchenmaschine zerkleinern. Nun Kapern, Reis, Tamari, Hot Sauce, Knoblauch und die anderen Gewürze dazugeben und gut verarbeiten, so dass die Masse zusammenklebt.
  • In einer heißen Pfanne die Sonnenblumenkerne ohne Öl rösten. Dann zu der Cake-Masse geben und kurz verarbeiten, so dass die Kerne nicht komplett fein püriert werden.
  • Nun 6 gleich große Patties formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit Dessertringen klappt das Portionieren zum Beispiel sehr gut.
  • Die Brokkoli-Tempeh-Cakes im Ofen etwa 18 Minuten backen, dann einmal umdrehen und weitere 15 Minuten backen.
  • In der Zwischenzeit die Zutaten für das Dressing zusammenrühren, mit Salz abschmecken und bis zum Servieren kalt stellen.
  • Die fertigen Cakes mit etwas Rote Beete Sauerkraut und dem Tahin-Dressing servieren und mit gehackter Petersilie garnieren.
TIPPS:
- Tempeh tendiert dazu etwas bitter zu schmecken. Die Intensität dieses bitteren Beigeschmacks unterscheidet sich von Marke zu Marke, deshalb empfiehlt es sich den Tempeh vor Verwendung ein paar Minuten zu dämpfen bzw. zu kochen.


Anstatt des Rotkohls könnt ihr natürlich auch andere Toppings verwenden. Ich habe die Cakes zum Beispiel auch zu Rucola und mit Hummus serviert. Die Kombination mit dem Sauerkraut gefällt mir jedoch mit Abstand am besten, aber vielleicht habt ihr ja noch eine tolle Idee für einen Serviervorschlag.


Dann bleibt mir nur noch zu sagen: Viel Spaß beim Nachkochen! 


Liebe Grüße und ein schönes Wochenende! 

22. März 2015

Mein 1. Kochbuch "Heute mal vegan" + Gewinnspiel (BEENDET)

Hallo ihr Lieben,
vor einer Weile habe ich es schon angedeutet und nun ist der Moment gekommen, an dem ich das "Geheimnis" endlich lüften darf: Mein erstes Kochbuch wird am 25. März erscheinen! Letzten Freitag durfte ich das erste Exemplar endlich in den Händen halten und es ist so ein tolles Gefühl.


Das Kochbuch enthält 40 einfache, alltagstaugliche Rezepte - von Frühstück bis Dessert - mit vielen Tipps und Informationen zu verschiedenen Zutaten.Von Smoothies und Crêpes über Burger, Suppen und Salate zu Muffins und Chia Pudding - für jede Gelegenheit und auch Jahreszeit ist etwas dabei. Ein paar Rezepte mögen euch schon von meinem Blog bekannt sein, jedoch haben auch einige neue den Weg in das Buch gefunden. Das Schöne: Zu jedem Rezept gibt es ein Foto. 


Das Buch wird im facultas/maudrich Verlag erscheinen, bei dem ich mich an dieser Stelle auch noch einmal für die tolle Zusammenarbeit bedanken möchte. Weitere Informationen zu meinem Buch bekommt ihr auf der Homepage des Verlags. Dort könnt ihr euch ebenfalls ein Exemplar bestellen, so wie bei amazon, wo ihr auch schon mal einen Blick ins Buch werfen könnt. 

Aber natürlich habt ihr nun auch die Möglichkeit mein Buch zu gewinnen. Alles was ihr dazu tun müsst ist bis zum 29.03.2015 um 23 Uhr einen Kommentar mit eurer Email-Adresse zu hinterlassen und mir zu sagen, was euer absolutes Lieblingsgemüse ist. Teilnehmen kann jeder, der über 18 Jahre alt ist (oder unter 18 mit Erlaubnis der Eltern) und aus Deutschland oder Österreich kommt. Ich verlose zwei Exemplare, sprich es wird zwei Gewinner geben, die per Zufall bestimmt werden. Viel Glück!


Danke euch allen, die regelmäßig auf meinem Blog vorbeischauen, meine Rezepte nachkochen und mir positives Feedback zu meinen Blogposts geben. Ich freue immer sehr über eure Kommentare und Emails. Ich hoffe mein Buch wird euch ebenfalls so gut gefallen! Ganz liebe Grüße!

Melanie Jacobs
Heute mal vegan
2015, Facultas / Maudrich
broschiert, 112 Seiten
ISBN: 978-3-99002-008-1

15. März 2015

Probiotika - das Leben im Darm

Hallo ihr Lieben,
heute möchte mal über ein Thema sprechen, dass auf eine spezielle Art und Weise mit Ernährung und Gesundheit zu tun hat: unsere Darmflora. Wer "Darm mit Charme" gelesen hat weiß, dass unser Verdauungstrakt oder der GIT, wie wir Ernährungswissenschaftler ihn nennen (sprich Gastrointestinaltrakt) viel mehr zu bieten hat, als lediglich die Verdauung und Ausscheidung unseres Essens. Hättet ihr zum Beispiel gedacht, dass eine gesunde Darmflora vor Krankheitserregern schützt und somit der Immunabwehr dient? Oder dass ein Ungleichgewicht der Darmbesiedlung mit Depressionen in Verbindung steht? Unser Darm ist so wichtig, dass er sogar sein eigenes Nervensystem besitzt. Wie gesagt, unseren GIT sollte man nicht unterschätzen.

Was ist nun eigentlich genau mit Darmflora gemeint? Bei Flora denkt man wahrscheinlich eher an eine Blumenwiese oder ähnlichem. Die Darmflora ist theoretisch auch eine Wiese - eine kleine und dennoch enorm große Bakterienwiese: Unser Dickdarm enthält bis zu 1 Billionen Bakterien pro Gramm Darminhalt! Insgesamt befinden sich mehr Mikroorganismen in unserem Darm als Zellen in unserem Körper. Wahnsinn, findet ihr nicht? Was die Bakterien dort treiben? Gute Frage. Zum einen wandeln sie unverdauliche Nahrungsbestandteile durch Fermentation um - so zum Beispiel Ballaststoffe. Sie können Vitamine bilden, wie Vitamin K. Sie unterstützen die Darmperistaltik. Wie ich bereits angedeutet habe bilden sie außerdem die intestinale Immunabwehr, sprich sie schützen den Darm vor den "schlechten" Bakterien, die versuchen durch die Darmzellen in den Körper einzudringen. Klingt das nicht alles wunderbar? Natürlich, doch in jeder schönen Gesichte gibt es  auch eine Schattenseite.


Wie ich bereits am Anfang erwähnt habe kann es im Darm zu einem Ungleichgewicht der Bakterien bzw. einer Fehlbesiedlung kommen. Gründe dafür sind zum Beispiel Antibiotika, jedoch auch eine ungesunde Ernährung! Die Folgen: Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Immunschwäche, Anfälligkeit für Nahrungsmittelunverträglichkeiten, etc.

Um eine Fehlbesiedlung des Darms zu vermeiden sollte man also auf eine gesunde Ernährung achten, damit die "guten" Bakterien, die Probiotika, sich wohl fühlen. Diese Bakterienstämme "essen" beispielsweise liebend gerne Präbiotika wie Inulin (nicht zu verwechseln mit Insulin) was in Topinambur, Pastinaken, Chicoree, Artischocken und Schwarzwurzeln zu finden ist. Eine ballaststoffreiche Ernährung ist ebenfalls vorteilhaft.

Neben Präbiotika kann man auch durch direkte Aufnahme von Probiotika die Darmflora fördern. Gerade nach Antibiotika-Aufnahme ist dies empfehlenswert, da durch die Antibiotika, wie der Name schon sagt, Bakterien getötet werden, leider auch die förderlichen. Zum einen kann man hier auf Kapseln zurückgreifen, zum anderen kann man aber auch probiotische Lebensmitteln konsumieren, wie etwa Sauerkraut. Ich spreche jedoch nicht von dem in Plastik eingeschweißtem, pasteurisierten Produkt. Das ist jedoch meistens das einzige, was man in den Supermärkten und co. findet. Grund genug, Sauerkraut selbst zu machen. Das ist wirklich einfacher als man vielleicht glaubt! Kohl, Wasser, Salz - das sind die Zutaten. Natürlich kann man noch weitere Gemüsesorten und Gewürze dazugeben. Ich habe beim letzten Mal neben Rotkohl beispielsweise rote Bete verwendet.


300 g Rotkohl (ca. 1/2 Kopf)
1 mittelgroße rote Bete (120 g)
1/2  - 3/4 TL Salz
Wasser

ein sauberes, verschließbares Glas (zB. Nussmusglas 500 g)

  • Ein paar äußere Blätter des Rotkohls entfernen und zur Seite legen. Den Rotkohl in feine Streifen schneiden und die rote Bete raspeln. Das Gemüse vermengen. Nun das Salz darüber streuen und ein paar Minuten mit sauberen Händen einmassieren.
  • Das Glas mit sehr heißem Wasser ausspülen und abtropfen lassen.
  • Das Gemüse in kleinen Portionen in das Glas geben und jedes Mal mit einem Holzöffel, eurer Hand nach unten drücken (Wer einen Vitamix besitzt kann auch den Stößel verwenden).
  • Mit dem restlichen Gemüse wiederholen bis das Glas fast voll ist (ein paar Zentimeter sollten frei bleiben). Nun Wasser vorsichtig hineingießen, bis es knapp über der Gemüseschicht steht.
  • Zuletzt die Rotkohlblätter einrollen und auf das Gemüse drücken, so dass das Glas nun komplett gefüllt ist. Mit dem sauberen Deckel gut verschließen.
  • 7-14 Tage bei Raumtemperatur an einem dunklen Ort stellen. Anschließend den Deckel (am besten in der Spüle) entfernen und die oberen Blätter abnehmen.
  • Das Sauerkraut hält sich wirklich lange im Kühlschrank.
TIPPS:
- Ihr könnt auch nur Rotkohl nehmen oder auch Weißkohl. An die Mengenangaben müsst ihr euch nicht genau halten. Bei einem größeren Glas nehmt ihr halt mehr, bei einem kleineren Glas nehmt ihr weniger Kohl.
- Der Kohl sollte wirklich dünn geraspelt sein.
- Alle verwendeten Materialien (vor allem das Glas) sollten wirklich sauber sein.
- Das Glas sollte gut verschlossen sein, da sich Gase bilden und es unter Umständen ein wenig blubbeln könnte.
- Ich würde empfehlen anstatt Leitungswasser Wasser aus Flaschen zu verwenden.
- Auch wenn 7 Tage sicher für den Fermentationsprozess reichen, finde ich das Ergebnis noch besser, wenn ich noch ein paar Tage länger warte.
- Falls die eingerollten Blätter Anzeichen von Schimmelbildung zeigen ist das weniger schlimm. Ist jedoch das Sauerkraut selbst betroffen, solltet ihr es wegschmeißen. Ist mir bisher noch nie passiert, also keine Bange.


Wie ihr seht, ist es überhaupt nicht schwer Sauerkraut selbst herzustellen. Das tolle ist, dass er sich wirklich Monate im Kühlschrank hält. Noch toller ist natürlich die probiotische Wirkung des fermentierten Krauts. 



Seit ein paar Wochen braue ich mir nun auch Kombucha Tee, der ähnliche probiotische Eigenschaften haben soll wie Sauerkraut. Falls ihr dazu mehr erfahren wollt, sagt bescheid. 

Einen guten und gesunden Start in die neue Woche!

PS.: Es gibt noch so viel mehr über den Darm und unsere Darmflora zu erzählen. Für weitere Informationen schaut mal auf den folgenden Webseiten vorbei:

7. März 2015

Frühlingsshake mit Minze und Kakao

Hallo ihr Lieben,
habt ihr auch wie ich das Gefühl, dass der Frühling so langsam aber sicher seinen Weg zu uns findet? Das merke ich vor allem an den vielen Schneeglöckchen, die überall aus der Erde schießen. Heute war zudem so schönes Wetter, was Bella und ich natürlich in vollen Zügen ausgenutzt haben. Ich hoffe es wird erst einmal so bleiben.

Nächste Woche werde ich das tolle Wetter leider nicht so sehr genießen können, da ich momentan Uni-Praktikum habe und den halben Tag im Labor verbringe. Wir arbeiten mit Makrophagen-Zellkulturen und untersuchen die Schaumzellbildung, die eine Rolle bei der Entstehung von Arteriosklerose spielt. Ok, damit werden die meisten von euch nichts anfangen können, aber das ist ja nicht schlimm. Es ist jedenfalls sehr spannend, auch wenn die Arbeit an der Sterilbank zumindest anfangs etwas nervtötend war, da man ständig Hände und Materialien sterilisieren muss. Man gewöhnt sich aber schnell daran!

Zurück zum Thema Frühling: Wie wäre es mit einem erfrischenden Frühlingsshake? 


Könnt ihr erraten, welche Zutat für den gewissen Frische-Kick sorgt? Jap, genau, frische Minze. Wusstet ihr, dass es anscheinend mehr als 200 Arten von Minze gibt? (Quelle) Jetzt frage ich mich wirklich, welche Art von Minze ich genau für diesen Shake verwendet habe. Was ja noch viel interessanter ist, wie kann man diese große Menge an verschiedenen Arten auseinander halten? Ich bin froh, dass ich nicht Botanik studiere....


Für 1-2 Shakes
2 (gefrorene) Bananen
1-2 handvoll frischer Spinat
12-20 Minzblätter
175 ml Reismilch, kalt
1 gehäufter TL Kakao, ungesüßt
Eiswürfel, optional

  • Alle Zutaten bis auf den Kakao fein pürieren. Die Hälfte des Shakes nun mit dem Kakao noch einmal kurz pürieren. 
  • Geschichtet servieren
TIPPS:
- Der Shake sollte schön kalt serviert werden. Ich würde empfehlen mindestens eine gefrorene Banane zu verwenden oder ein paar Eiswürfel mit zu pürieren.
- Anstatt Reismilch könnt ihr auch Mandelmilch oder Hafermilch verwenden. Sojamilch eignet sicher eher weniger gut.


Habt ihr frische Minzblätter schon einmal verwendet? Wenn ja, wofür genau? Ich werde sicher in Zukunft weiter mit diesem aromatischen Pflänzchen experimentieren. 

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende!

21. Februar 2015

Gefüllte Süßkartoffel

Hallo ihr Lieben,
ein paar von euch wissen es wahrscheinlich schon und für diejenigen, die es noch nicht wissen, wiederhole ich mich gerne: Ich liiiiebe Süßkartoffeln! Jedes Mal, wenn es irgendwo Süßkartoffeln im Angebot gibt wird das dick im Kalender markiert. Dann kommt es schon mal vor, dass ich vom Einkaufen mit einem großen Sack voller Süßkartoffeln nach Hause komme. Das war auch vor ein paar Wochen der Fall, doch bisher bin ich noch nicht wirklich dazu gekommen etwas tolles (neues) aus ihnen zu zaubern, abgesehen von meinem leckeren Süßkartoffelchili.


Als ich dann vorgestern etwas im Ofen gebacken habe, habe ich gleich mal eine Süßkartoffel mit "reingeworfen", mit dem Hintergedanken sie zu Gemüse und Kichererbsen zu essen um meinen Kühlschrank von Resten zu befreien. Als es dann so weit war, lachte mich im Kühlschrank auch noch etwas Kokosmilch und Tomaten aus der Dose an, da konnte ich nicht widerstehen etwas Neues zu kreieren! Und das Ergebnis war so lecker, dass ich es unbedingt mit euch teilen wollte.


Für 1 Portion
1 mittelgroße Süßkartoffel
1 kleine Zwiebel
1/3 rote Paprika
etwas Oliven- oder Kokosöl
ca. 130 g stückige Tomaten aus der Dose
100 g gekochte Kichererbsen
50 ml Kokosmilch
1/4 TL Garam Masala
1/8 TL Kurkuma
1/8 TL Kümmel
Salz, Pfeffer

optional: 1/4 Avocado, Sprossen

  • Den Ofen auf 230°-250° vorheizen. Die Süßkartoffel gut putzen, ggf. fiese Stellen entfernen.
  • Die Süßkartoffel in Alufolie einwickeln und im vorgeheizten Ofen 45-60 Minuten backen.
  • Gegen Ende der Backzeit die Zwiebel fein und die Paprika klein würfeln.
  • Etwas Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Gemüsewürfe darin ein paar Minuten andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind.
  • Nun die Tomaten dazugeben sowie Garam Masala, Kurkuma und Kümmel und bei niedriger bis mittlerer Hitze 2-4 Minuten köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren.
  • Nun die Kichererbsen und die Kokosmilch dazugeben und weitere 3-5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Die gebackene Süßkartoffel aus dem Ofen nehmen (Vorsicht heiß!), kurz abkühlen lassen, dann die Alufolie entfernen. Mit einem Messer die Süßkartoffel mittig aufscheiden und die Kichererbsenfüllung hineingeben.
  • Mit Avocado-Scheiben und Alfalfa-Sprossen garniert servieren.
TIPPS: 
- Ihr könnt die Süßkartoffel wie ich schon im Voraus backen, sei es am Tag zuvor oder ein paar Tage vorher. Einfach im Kühlschrank aufbewahren und kurz vorm Servieren im Ofen oder in der Mikrowelle aufwärmen.
- Anstelle von stückigen Tomaten könnt ihr auch passierte Tomaten oder sogar frische verwenden.



Lasst es euch schmecken und genießt das Wochenende noch! Bei mir ist mittlerweile jeder Tag Wochenende, denn die Vorlesungen sind vorbei (naja gut, als Wochenende kann man diese ganze Lernerei auch nicht bezeichnen!). Schon ein komisches Gefühl, bald mit dem Bachelorstudium fertig zu sein. Nach den Klausuren geht es ran an die Bachelorarbeit und das war's. Natürlich folgt dann noch ein Master, aber Teil eins wäre sozusagen geschafft.

So, ich werde mal mit Bella unsere Abendrunde drehen. 
Liebe Grüße!

20. Februar 2015

Blutorangen-Cheesecake im Miniformat

Hallo ihr Lieben,
dieser Post hätte eigentlich schon am 14.2 hier erscheinen sollen, pünktlich zu Valentinstag. Doch dann hat's mich erwischt! Damit meine ich keine kleine Erkältung, nein, ich rede von einer richtig fiesen Magen-Darm-Infektion. War ja klar, dass ich genau während der Klausurenphase das große Los ziehe! Witzig ist ja, dass die Symptome einen Tag nachdem wir eine Klausur in "Immun-und Infektionsbiologie" geschrieben haben, einsetzten. Die Klausur, die einen Tag später folgte, konnte ich dann leider nicht mehr mitschreiben....

Genug von diesem unangenehmen Thema, denn schließlich geht es hier ja um Essen (ich hoffe ich habe euch jetzt nicht den Appetit verdorben). Wie auch immer, zurück zum Rezept - dem ursprünglichen Valentinstagsrezept. Aber wer brauch schon einen Grund um Kuchen zu essen? Und falls ihr euch für die Fastenzeit vorgenommen habt auf Zucker zu verzichten, dann dürft ihr bei diesem Cheesecake unbesorgt mit der Gabel "zustechen".


Die spezielle Zutat, die ich für den Cheesecake verwendet habe, ist - wie der Titel schon verrät: Blutorange! Die Farbe der aufgeschnittenen Frucht ist einfach wunderschön, findet ihr nicht auch?


Leider hat die Kuchencreme etwas an Farbe beim Kochen verloren. Wer einen Kuchen mit einem leuchtenderen Farbton haben möchte sollte vielleicht mehr Blutorangensaft anstatt Reismilch verwenden, oder ein paar frische/TK-Himbeeren oder Erdbeeren dazugeben und mitpürieren.


1 Mini-Kuchen (2-3 Portionen)
BLUTORANGEN-CREME
70g Cashewkerne
100 ml Blutorangensaft (ca. 2 Blutorangen)
30 g Reissirup oder Agavendicksaft
50 ml Reis-, Mandel- oder Hafermilch
1/2 TL Agar Agar

BODEN
40 g Haferflocken
40 g Nüsse (Mandel, Paranuss, Walnuss oder Cashew)
1 EL Kakaopulver, ungesüßt
50 g Reissirup

  • Die Cashewkerne für mindestens 1 Stunde in Wasser einweichen.
  • Währenddessen den Boden vorbereiten. Haferflocken mit Nüssen nach Wahl und Kakaopulver in einer Küchenmaschine oder mit einem Stabmixer zerkleinern - nicht zu fein. Reissirup dazugeben und zu einer leicht klebrigen Masse verarbeiten.
  • Eine Mini-Ringform mit Backpapier auskleiden oder mit Kokosöl einfetten. Die Bodenmasse hineingeben und mit leicht befeuchteten Fingern gleichmäßig flach drücken.
  • Zurück zur Creme: Die Cashews abtropfen lassen und mit den restlichen Zutaten cremig pürieren.
  • Die Creme in einen kleinen Topf geben und unter rühren zum Kochen bringen. 10-20 Sekunden köcheln lassen und dabei weiter rühren. Anschließend vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und auf dem Boden verteilen. 
  • Für etwa 30-45 Minuten in den Tiefkühler stellen. Danach herausnehmen und servieren.
TIPP: Für das kleine Herz in der Mitte einfach 1-2 EL von der gekochten Creme mit ein wenig Kakaopulver vermengen. Nun eine kleine Herz-Ausstechform in die Mitte des Boden setzen, die restliche Creme darum verteilen und die Schokocreme in die Herzform geben. Die Ausstechform vorsichtig herausziehen und mit einem kleinen Löffel die Ränder glätten.


Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende! Ich widme mich dann mal wieder meinen Lernkarten ... während ich von Blutorangen und Cheesecake träume ...

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