Donnerstag, 26. März 2015

Brokkoli-Tempeh-Cakes

Hallo ihr Lieben,
erst einmal möchte ich mich bei euch für eure vielen netten Kommentare zu meinem letzten Post und zu meinem Kochbuch bedanken - so viel positive Resonanz hatte ich nicht erwartet! Dankeschön! Seit gestern gibt es mein Kochbuch 'Heute mal vegan' nun offiziell zu kaufen. Da ich diese Woche ein Praktikum habe und bis nachmittags im Labor stehe habe ich den Termin doch tatsächlich "verschlafen". Mir ist erst heute aufgefallen, dass gestern der 25.3.2015 war! Das bedeutet also auch, dass nur noch ein paar Tage übrig sind um an meinem Gewinnspiel teilzunehmen. Wer das noch nicht gemacht hat, sollte es demnach möglichst bald tun.

Heute gibt es wieder ein Rezept. Diese Kreation ist schon vor ein paar Wochen entstanden. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich schmeiß' manchmal ganz willkürlich irgendwelche Zutaten in den Mixer und schau, was am Ende dabei herum kommt. Leider endet das nicht immer im Guten, aber in diesem Fall war ich schwer begeistert. 


Gestartet bin ich mit der Idee Burger-Patties mit Tempeh zu machen. Ich habe also geschaut was noch so im Kühlschrank herumlungert und aufgebraucht werden muss: Tempeh, Brokkoli, gekochter Reis und ein paar andere Kleinigkeiten für den Geschmack. Alles püriert, zu Patties geformt und ab in den Ofen. Das Ergebnis war dann jedoch von der Konsistenz her ein wenig enttäuschend, zumindest wenn man die Motivation hatte Burger-Patties zu machen. Aber gut, geschmacklich waren sie prima, darum musste ich mir etwas Neues einfallen lassen. 



Ein weiterer Blick in den Kühlschrank, und mein selbstgemachter Sauerkraut blinzelt mich aus der hintersten Ecke an: Perfekt! Aber irgendwie fehlte noch das i-Tüpfelchen - eine Soße oder Dressing - na klar, Tahin! Und Puff, hier haben wir meine Brokkoli-Tempeh-Cakes mit Sauerkraut und Tahin-Dressing. Sehen die Farben nicht klasse aus?  Vielleicht hätte ich das Gericht eher 'Frühling auf dem Teller' nennen sollen.


Für 6 Cakes
CAKES
200 g Brokkoliröschen
200 g Tempeh
3 EL Kapern
150 g gekochter Naturreis
3 EL Tamari oder Sojasoße
1 TL Hot Sauce (optional)
50 g Sonnenblumenkerne
1/2 TL Knoblauchgranulat bzw. 1 frische Zehe
1/4 - 1/2 TL Cayenne
1 TL Thymian, getrocknet
Salz, Pfeffer


DRESSING
50 g weißes Tahin
1/2 Zitrone, Saft
4-6 EL Wasser
1/2 TL Sambal Oelek oder andere Chili-Paste (optional)
2-3 TL Agavendicksaft
Salz

gehackte Petersilie zum Garnieren
  • Den Ofen auf etwa 175°C vorheizen.
  • Die Brokkoliröschen waschen und abtropfen lassen. Tempeh ggf. dämpfen (siehe Tipps) und mit dem Brokkoli in einer Küchenmaschine zerkleinern. Nun Kapern, Reis, Tamari, Hot Sauce, Knoblauch und die anderen Gewürze dazugeben und gut verarbeiten, so dass die Masse zusammenklebt.
  • In einer heißen Pfanne die Sonnenblumenkerne ohne Öl rösten. Dann zu der Cake-Masse geben und kurz verarbeiten, so dass die Kerne nicht komplett fein püriert werden.
  • Nun 6 gleich große Patties formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit Dessertringen klappt das Portionieren zum Beispiel sehr gut.
  • Die Brokkoli-Tempeh-Cakes im Ofen etwa 18 Minuten backen, dann einmal umdrehen und weitere 15 Minuten backen.
  • In der Zwischenzeit die Zutaten für das Dressing zusammenrühren, mit Salz abschmecken und bis zum Servieren kalt stellen.
  • Die fertigen Cakes mit etwas Rote Beete Sauerkraut und dem Tahin-Dressing servieren und mit gehackter Petersilie garnieren.
TIPPS:
- Tempeh tendiert dazu etwas bitter zu schmecken. Die Intensität dieses bitteren Beigeschmacks unterscheidet sich von Marke zu Marke, deshalb empfiehlt es sich den Tempeh vor Verwendung ein paar Minuten zu dämpfen bzw. zu kochen.


Anstatt des Rotkohls könnt ihr natürlich auch andere Toppings verwenden. Ich habe die Cakes zum Beispiel auch zu Rucola und mit Hummus serviert. Die Kombination mit dem Sauerkraut gefällt mir jedoch mit Abstand am besten, aber vielleicht habt ihr ja noch eine tolle Idee für einen Serviervorschlag.


Dann bleibt mir nur noch zu sagen: Viel Spaß beim Nachkochen! 


Liebe Grüße und ein schönes Wochenende! 

Sonntag, 22. März 2015

Mein 1. Kochbuch "Heute mal vegan" + Gewinnspiel

Hallo ihr Lieben,
vor einer Weile habe ich es schon angedeutet und nun ist der Moment gekommen, an dem ich das "Geheimnis" endlich lüften darf: Mein erstes Kochbuch wird am 25. März erscheinen! Letzten Freitag durfte ich das erste Exemplar endlich in den Händen halten und es ist so ein tolles Gefühl.


Das Kochbuch enthält 40 einfache, alltagstaugliche Rezepte - von Frühstück bis Dessert - mit vielen Tipps und Informationen zu verschiedenen Zutaten.Von Smoothies und Crêpes über Burger, Suppen und Salate zu Muffins und Chia Pudding - für jede Gelegenheit und auch Jahreszeit ist etwas dabei. Ein paar Rezepte mögen euch schon von meinem Blog bekannt sein, jedoch haben auch einige neue den Weg in das Buch gefunden. Das Schöne: Zu jedem Rezept gibt es ein Foto. 


Das Buch wird im facultas/maudrich Verlag erscheinen, bei dem ich mich an dieser Stelle auch noch einmal für die tolle Zusammenarbeit bedanken möchte. Weitere Informationen zu meinem Buch bekommt ihr auf der Homepage des Verlags. Dort könnt ihr euch ebenfalls ein Exemplar bestellen, so wie bei amazon, wo ihr auch schon mal einen Blick ins Buch werfen könnt. 

Aber natürlich habt ihr nun auch die Möglichkeit mein Buch zu gewinnen. Alles was ihr dazu tun müsst ist bis zum 29.03.2015 um 23 Uhr einen Kommentar mit eurer Email-Adresse zu hinterlassen und mir zu sagen, was euer absolutes Lieblingsgemüse ist. Teilnehmen kann jeder, der über 18 Jahre alt ist (oder unter 18 mit Erlaubnis der Eltern) und aus Deutschland oder Österreich kommt. Ich verlose zwei Exemplare, sprich es wird zwei Gewinner geben, die per Zufall bestimmt werden. Viel Glück!


Danke euch allen, die regelmäßig auf meinem Blog vorbeischauen, meine Rezepte nachkochen und mir positives Feedback zu meinen Blogposts geben. Ich freue immer sehr über eure Kommentare und Emails. Ich hoffe mein Buch wird euch ebenfalls so gut gefallen! Ganz liebe Grüße!

Melanie Jacobs
Heute mal vegan
2015, Facultas / Maudrich
broschiert, 112 Seiten
ISBN: 978-3-99002-008-1

Sonntag, 15. März 2015

Probiotika - das Leben im Darm

Hallo ihr Lieben,
heute möchte mal über ein Thema sprechen, dass auf eine spezielle Art und Weise mit Ernährung und Gesundheit zu tun hat: unsere Darmflora. Wer "Darm mit Charme" gelesen hat weiß, dass unser Verdauungstrakt oder der GIT, wie wir Ernährungswissenschaftler ihn nennen (sprich Gastrointestinaltrakt) viel mehr zu bieten hat, als lediglich die Verdauung und Ausscheidung unseres Essens. Hättet ihr zum Beispiel gedacht, dass eine gesunde Darmflora vor Krankheitserregern schützt und somit der Immunabwehr dient? Oder dass ein Ungleichgewicht der Darmbesiedlung mit Depressionen in Verbindung steht? Unser Darm ist so wichtig, dass er sogar sein eigenes Nervensystem besitzt. Wie gesagt, unseren GIT sollte man nicht unterschätzen.

Was ist nun eigentlich genau mit Darmflora gemeint? Bei Flora denkt man wahrscheinlich eher an eine Blumenwiese oder ähnlichem. Die Darmflora ist theoretisch auch eine Wiese - eine kleine und dennoch enorm große Bakterienwiese: Unser Dickdarm enthält bis zu 1 Billionen Bakterien pro Gramm Darminhalt! Insgesamt befinden sich mehr Mikroorganismen in unserem Darm als Zellen in unserem Körper. Wahnsinn, findet ihr nicht? Was die Bakterien dort treiben? Gute Frage. Zum einen wandeln sie unverdauliche Nahrungsbestandteile durch Fermentation um - so zum Beispiel Ballaststoffe. Sie können Vitamine bilden, wie Vitamin K. Sie unterstützen die Darmperistaltik. Wie ich bereits angedeutet habe bilden sie außerdem die intestinale Immunabwehr, sprich sie schützen den Darm vor den "schlechten" Bakterien, die versuchen durch die Darmzellen in den Körper einzudringen. Klingt das nicht alles wunderbar? Natürlich, doch in jeder schönen Gesichte gibt es  auch eine Schattenseite.


Wie ich bereits am Anfang erwähnt habe kann es im Darm zu einem Ungleichgewicht der Bakterien bzw. einer Fehlbesiedlung kommen. Gründe dafür sind zum Beispiel Antibiotika, jedoch auch eine ungesunde Ernährung! Die Folgen: Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Immunschwäche, Anfälligkeit für Nahrungsmittelunverträglichkeiten, etc.

Um eine Fehlbesiedlung des Darms zu vermeiden sollte man also auf eine gesunde Ernährung achten, damit die "guten" Bakterien, die Probiotika, sich wohl fühlen. Diese Bakterienstämme "essen" beispielsweise liebend gerne Präbiotika wie Inulin (nicht zu verwechseln mit Insulin) was in Topinambur, Pastinaken, Chicoree, Artischocken und Schwarzwurzeln zu finden ist. Eine ballaststoffreiche Ernährung ist ebenfalls vorteilhaft.

Neben Präbiotika kann man auch durch direkte Aufnahme von Probiotika die Darmflora fördern. Gerade nach Antibiotika-Aufnahme ist dies empfehlenswert, da durch die Antibiotika, wie der Name schon sagt, Bakterien getötet werden, leider auch die förderlichen. Zum einen kann man hier auf Kapseln zurückgreifen, zum anderen kann man aber auch probiotische Lebensmitteln konsumieren, wie etwa Sauerkraut. Ich spreche jedoch nicht von dem in Plastik eingeschweißtem, pasteurisierten Produkt. Das ist jedoch meistens das einzige, was man in den Supermärkten und co. findet. Grund genug, Sauerkraut selbst zu machen. Das ist wirklich einfacher als man vielleicht glaubt! Kohl, Wasser, Salz - das sind die Zutaten. Natürlich kann man noch weitere Gemüsesorten und Gewürze dazugeben. Ich habe beim letzten Mal neben Rotkohl beispielsweise rote Bete verwendet.


300 g Rotkohl (ca. 1/2 Kopf)
1 mittelgroße rote Bete (120 g)
1/2  - 3/4 TL Salz
Wasser

ein sauberes, verschließbares Glas (zB. Nussmusglas 500 g)

  • Ein paar äußere Blätter des Rotkohls entfernen und zur Seite legen. Den Rotkohl in feine Streifen schneiden und die rote Bete raspeln. Das Gemüse vermengen. Nun das Salz darüber streuen und ein paar Minuten mit sauberen Händen einmassieren.
  • Das Glas mit sehr heißem Wasser ausspülen und abtropfen lassen.
  • Das Gemüse in kleinen Portionen in das Glas geben und jedes Mal mit einem Holzöffel, eurer Hand nach unten drücken (Wer einen Vitamix besitzt kann auch den Stößel verwenden).
  • Mit dem restlichen Gemüse wiederholen bis das Glas fast voll ist (ein paar Zentimeter sollten frei bleiben). Nun Wasser vorsichtig hineingießen, bis es knapp über der Gemüseschicht steht.
  • Zuletzt die Rotkohlblätter einrollen und auf das Gemüse drücken, so dass das Glas nun komplett gefüllt ist. Mit dem sauberen Deckel gut verschließen.
  • 7-14 Tage bei Raumtemperatur an einem dunklen Ort stellen. Anschließend den Deckel (am besten in der Spüle) entfernen und die oberen Blätter abnehmen.
  • Das Sauerkraut hält sich wirklich lange im Kühlschrank.
TIPPS:
- Ihr könnt auch nur Rotkohl nehmen oder auch Weißkohl. An die Mengenangaben müsst ihr euch nicht genau halten. Bei einem größeren Glas nehmt ihr halt mehr, bei einem kleineren Glas nehmt ihr weniger Kohl.
- Der Kohl sollte wirklich dünn geraspelt sein.
- Alle verwendeten Materialien (vor allem das Glas) sollten wirklich sauber sein.
- Das Glas sollte gut verschlossen sein, da sich Gase bilden und es unter Umständen ein wenig blubbeln könnte.
- Ich würde empfehlen anstatt Leitungswasser Wasser aus Flaschen zu verwenden.
- Auch wenn 7 Tage sicher für den Fermentationsprozess reichen, finde ich das Ergebnis noch besser, wenn ich noch ein paar Tage länger warte.
- Falls die eingerollten Blätter Anzeichen von Schimmelbildung zeigen ist das weniger schlimm. Ist jedoch das Sauerkraut selbst betroffen, solltet ihr es wegschmeißen. Ist mir bisher noch nie passiert, also keine Bange.


Wie ihr seht, ist es überhaupt nicht schwer Sauerkraut selbst herzustellen. Das tolle ist, dass er sich wirklich Monate im Kühlschrank hält. Noch toller ist natürlich die probiotische Wirkung des fermentierten Krauts. 



Seit ein paar Wochen braue ich mir nun auch Kombucha Tee, der ähnliche probiotische Eigenschaften haben soll wie Sauerkraut. Falls ihr dazu mehr erfahren wollt, sagt bescheid. 

Einen guten und gesunden Start in die neue Woche!

PS.: Es gibt noch so viel mehr über den Darm und unsere Darmflora zu erzählen. Für weitere Informationen schaut mal auf den folgenden Webseiten vorbei:

Samstag, 7. März 2015

Frühlingsshake mit Minze und Kakao

Hallo ihr Lieben,
habt ihr auch wie ich das Gefühl, dass der Frühling so langsam aber sicher seinen Weg zu uns findet? Das merke ich vor allem an den vielen Schneeglöckchen, die überall aus der Erde schießen. Heute war zudem so schönes Wetter, was Bella und ich natürlich in vollen Zügen ausgenutzt haben. Ich hoffe es wird erst einmal so bleiben.

Nächste Woche werde ich das tolle Wetter leider nicht so sehr genießen können, da ich momentan Uni-Praktikum habe und den halben Tag im Labor verbringe. Wir arbeiten mit Makrophagen-Zellkulturen und untersuchen die Schaumzellbildung, die eine Rolle bei der Entstehung von Arteriosklerose spielt. Ok, damit werden die meisten von euch nichts anfangen können, aber das ist ja nicht schlimm. Es ist jedenfalls sehr spannend, auch wenn die Arbeit an der Sterilbank zumindest anfangs etwas nervtötend war, da man ständig Hände und Materialien sterilisieren muss. Man gewöhnt sich aber schnell daran!

Zurück zum Thema Frühling: Wie wäre es mit einem erfrischenden Frühlingsshake? 


Könnt ihr erraten, welche Zutat für den gewissen Frische-Kick sorgt? Jap, genau, frische Minze. Wusstet ihr, dass es anscheinend mehr als 200 Arten von Minze gibt? (Quelle) Jetzt frage ich mich wirklich, welche Art von Minze ich genau für diesen Shake verwendet habe. Was ja noch viel interessanter ist, wie kann man diese große Menge an verschiedenen Arten auseinander halten? Ich bin froh, dass ich nicht Botanik studiere....


Für 1-2 Shakes
2 (gefrorene) Bananen
1-2 handvoll frischer Spinat
12-20 Minzblätter
175 ml Reismilch, kalt
1 gehäufter TL Kakao, ungesüßt
Eiswürfel, optional

  • Alle Zutaten bis auf den Kakao fein pürieren. Die Hälfte des Shakes nun mit dem Kakao noch einmal kurz pürieren. 
  • Geschichtet servieren
TIPPS:
- Der Shake sollte schön kalt serviert werden. Ich würde empfehlen mindestens eine gefrorene Banane zu verwenden oder ein paar Eiswürfel mit zu pürieren.
- Anstatt Reismilch könnt ihr auch Mandelmilch oder Hafermilch verwenden. Sojamilch eignet sicher eher weniger gut.


Habt ihr frische Minzblätter schon einmal verwendet? Wenn ja, wofür genau? Ich werde sicher in Zukunft weiter mit diesem aromatischen Pflänzchen experimentieren. 

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende!

Samstag, 21. Februar 2015

Gefüllte Süßkartoffel

Hallo ihr Lieben,
ein paar von euch wissen es wahrscheinlich schon und für diejenigen, die es noch nicht wissen, wiederhole ich mich gerne: Ich liiiiebe Süßkartoffeln! Jedes Mal, wenn es irgendwo Süßkartoffeln im Angebot gibt wird das dick im Kalender markiert. Dann kommt es schon mal vor, dass ich vom Einkaufen mit einem großen Sack voller Süßkartoffeln nach Hause komme. Das war auch vor ein paar Wochen der Fall, doch bisher bin ich noch nicht wirklich dazu gekommen etwas tolles (neues) aus ihnen zu zaubern, abgesehen von meinem leckeren Süßkartoffelchili.


Als ich dann vorgestern etwas im Ofen gebacken habe, habe ich gleich mal eine Süßkartoffel mit "reingeworfen", mit dem Hintergedanken sie zu Gemüse und Kichererbsen zu essen um meinen Kühlschrank von Resten zu befreien. Als es dann so weit war, lachte mich im Kühlschrank auch noch etwas Kokosmilch und Tomaten aus der Dose an, da konnte ich nicht widerstehen etwas Neues zu kreieren! Und das Ergebnis war so lecker, dass ich es unbedingt mit euch teilen wollte.


Für 1 Portion
1 mittelgroße Süßkartoffel
1 kleine Zwiebel
1/3 rote Paprika
etwas Oliven- oder Kokosöl
ca. 130 g stückige Tomaten aus der Dose
100 g gekochte Kichererbsen
50 ml Kokosmilch
1/4 TL Garam Masala
1/8 TL Kurkuma
1/8 TL Kümmel
Salz, Pfeffer

optional: 1/4 Avocado, Sprossen

  • Den Ofen auf 230°-250° vorheizen. Die Süßkartoffel gut putzen, ggf. fiese Stellen entfernen.
  • Die Süßkartoffel in Alufolie einwickeln und im vorgeheizten Ofen 45-60 Minuten backen.
  • Gegen Ende der Backzeit die Zwiebel fein und die Paprika klein würfeln.
  • Etwas Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Gemüsewürfe darin ein paar Minuten andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind.
  • Nun die Tomaten dazugeben sowie Garam Masala, Kurkuma und Kümmel und bei niedriger bis mittlerer Hitze 2-4 Minuten köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren.
  • Nun die Kichererbsen und die Kokosmilch dazugeben und weitere 3-5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Die gebackene Süßkartoffel aus dem Ofen nehmen (Vorsicht heiß!), kurz abkühlen lassen, dann die Alufolie entfernen. Mit einem Messer die Süßkartoffel mittig aufscheiden und die Kichererbsenfüllung hineingeben.
  • Mit Avocado-Scheiben und Alfalfa-Sprossen garniert servieren.
TIPPS: 
- Ihr könnt die Süßkartoffel wie ich schon im Voraus backen, sei es am Tag zuvor oder ein paar Tage vorher. Einfach im Kühlschrank aufbewahren und kurz vorm Servieren im Ofen oder in der Mikrowelle aufwärmen.
- Anstelle von stückigen Tomaten könnt ihr auch passierte Tomaten oder sogar frische verwenden.



Lasst es euch schmecken und genießt das Wochenende noch! Bei mir ist mittlerweile jeder Tag Wochenende, denn die Vorlesungen sind vorbei (naja gut, als Wochenende kann man diese ganze Lernerei auch nicht bezeichnen!). Schon ein komisches Gefühl, bald mit dem Bachelorstudium fertig zu sein. Nach den Klausuren geht es ran an die Bachelorarbeit und das war's. Natürlich folgt dann noch ein Master, aber Teil eins wäre sozusagen geschafft.

So, ich werde mal mit Bella unsere Abendrunde drehen. 
Liebe Grüße!

Freitag, 20. Februar 2015

Blutorangen-Cheesecake im Miniformat

Hallo ihr Lieben,
dieser Post hätte eigentlich schon am 14.2 hier erscheinen sollen, pünktlich zu Valentinstag. Doch dann hat's mich erwischt! Damit meine ich keine kleine Erkältung, nein, ich rede von einer richtig fiesen Magen-Darm-Infektion. War ja klar, dass ich genau während der Klausurenphase das große Los ziehe! Witzig ist ja, dass die Symptome einen Tag nachdem wir eine Klausur in "Immun-und Infektionsbiologie" geschrieben haben, einsetzten. Die Klausur, die einen Tag später folgte, konnte ich dann leider nicht mehr mitschreiben....

Genug von diesem unangenehmen Thema, denn schließlich geht es hier ja um Essen (ich hoffe ich habe euch jetzt nicht den Appetit verdorben). Wie auch immer, zurück zum Rezept - dem ursprünglichen Valentinstagsrezept. Aber wer brauch schon einen Grund um Kuchen zu essen? Und falls ihr euch für die Fastenzeit vorgenommen habt auf Zucker zu verzichten, dann dürft ihr bei diesem Cheesecake unbesorgt mit der Gabel "zustechen".


Die spezielle Zutat, die ich für den Cheesecake verwendet habe, ist - wie der Titel schon verrät: Blutorange! Die Farbe der aufgeschnittenen Frucht ist einfach wunderschön, findet ihr nicht auch?


Leider hat die Kuchencreme etwas an Farbe beim Kochen verloren. Wer einen Kuchen mit einem leuchtenderen Farbton haben möchte sollte vielleicht mehr Blutorangensaft anstatt Reismilch verwenden, oder ein paar frische/TK-Himbeeren oder Erdbeeren dazugeben und mitpürieren.


1 Mini-Kuchen (2-3 Portionen)
BLUTORANGEN-CREME
70g Cashewkerne
100 ml Blutorangensaft (ca. 2 Blutorangen)
30 g Reissirup oder Agavendicksaft
50 ml Reis-, Mandel- oder Hafermilch
1/2 TL Agar Agar

BODEN
40 g Haferflocken
40 g Nüsse (Mandel, Paranuss, Walnuss oder Cashew)
1 EL Kakaopulver, ungesüßt
50 g Reissirup

  • Die Cashewkerne für mindestens 1 Stunde in Wasser einweichen.
  • Währenddessen den Boden vorbereiten. Haferflocken mit Nüssen nach Wahl und Kakaopulver in einer Küchenmaschine oder mit einem Stabmixer zerkleinern - nicht zu fein. Reissirup dazugeben und zu einer leicht klebrigen Masse verarbeiten.
  • Eine Mini-Ringform mit Backpapier auskleiden oder mit Kokosöl einfetten. Die Bodenmasse hineingeben und mit leicht befeuchteten Fingern gleichmäßig flach drücken.
  • Zurück zur Creme: Die Cashews abtropfen lassen und mit den restlichen Zutaten cremig pürieren.
  • Die Creme in einen kleinen Topf geben und unter rühren zum Kochen bringen. 10-20 Sekunden köcheln lassen und dabei weiter rühren. Anschließend vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und auf dem Boden verteilen. 
  • Für etwa 30-45 Minuten in den Tiefkühler stellen. Danach herausnehmen und servieren.
TIPP: Für das kleine Herz in der Mitte einfach 1-2 EL von der gekochten Creme mit ein wenig Kakaopulver vermengen. Nun eine kleine Herz-Ausstechform in die Mitte des Boden setzen, die restliche Creme darum verteilen und die Schokocreme in die Herzform geben. Die Ausstechform vorsichtig herausziehen und mit einem kleinen Löffel die Ränder glätten.


Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende! Ich widme mich dann mal wieder meinen Lernkarten ... während ich von Blutorangen und Cheesecake träume ...

Freitag, 6. Februar 2015

Mmmmh...Mandelbutter

Hallo ihr Lieben,
ein erfolgreicher Lerntag geht vorüber und zum Glück steht auch das Wochenende vor der Tür: Keine Vorlesungen, keine Termine, perfekt um mal richtig durchzulernen (Bella kommt natürlich auch nicht zu kurz!). 

Damit mein Kopf den ganzen Tag lang genügend Energie hat die gewaltigen Mengen an Informationen zum menschlichen Immunsystem zu verarbeiten, dürfen neben drei Hauptmahlzeiten auch ein paar Snacks zwischendurch nicht fehlen. Und ihr kennt das ja: Süß muss es sein! Bevor ich nun aber jeden Tag eine Tafel Schokolade, irgendwelche überzuckerten Riegel oder sonstige verarbeitete Produkte inhaliere, habe ich vorgesorgt und ein Glas Mandelbutter gemacht. 


Mandeln sind reich an Nährstoffen wie ungesättigte Fettsäuren, Calcium und Vitaminen und schmecken einfach nur lecker. Der perfekte Pausensnack! Beim Rösten entfaltet sich zudem ihr nussiger Geschmack, was die Grundlage für diese leckere Mandelbutter gibt. Gesüßt mit Ahornsirup und verfeinert mit Kokosöl entsteht eine himmlische Geschmacksexplosion! 


Gebt mir einen Löffel und ich könnte das Glas so leer machen. Aber noch besser gefallen mir diese Kombinationen:

Die Möglichkeiten sind unendlich - so werden Snacks zum geschmacklichen Abenteuer!


250-300 g Mandeln
1 gute Prise Salz
2-3 EL Ahornsirup
2-4 EL Kokosöl, fest
optional: Zimt oder gemahlene Vanille

  • Variante 1: Die Mandeln in einer heißen Pfanne auf mittlerer Hitze ein paar Minuten trocken anrösten. Dabei ständig schwenken, damit sie nicht anbrennen.
  • Variante 2: Im vorgeheizten Backofen bei 200° etwa 10 Minuten rösten.
  • Die Mandeln kurz abkühlen lassen und in einer Küchenmaschine bzw. einem sehr starken Mixer (wie einem Vitamix) verarbeiten, bis eine cremige Masse ensteht. Das kann zwischen 5 und 15 Minuten dauern, je nachdem wie stark euer Mixer ist. Zwischenzeitlich die Masse von der Behälterwand herunter schaben.
  • Nun Kokosöl und Ahornsirup (sowie Zimt und/oder Vanille wer mag) dazu geben und erneut mixen bis alles cremig ist. Eventuell noch etwas Kokosöl dazugeben, falls die Mandelbutter nicht die gewünschte Konsistenz erreicht.
  • Anschließend in einem luftdichten Behälter füllen. Kühl und trocken lagern und innerhalb von ein paar Wochen aufbrauchen (so lange wird sie eh nicht halten ;) 
TIPP: Ich würde die Mandelbutter jedoch nicht im Kühlschrank lagern, das sie dann fest wird.


Weg mit der Schokolade, jetzt gibt's etwas Süßes ohne Reue! Lasst es euch "snacken"!

Samstag, 24. Januar 2015

Quinoa-Bohnen Salat mit Grünkohl

Hallo ihr Lieben,
es ist Samstag, dennoch kommt es mir nicht wie Wochenende vor, denn heute durften wir ein letztes Mal früh morgens zur Vorlesung an der Uni antanzen. Von nächste Woche an dürfen wir also wieder ein 2-tägiges Wochenende genießen.

Und? Habt ihr auch eine Ladung Schnee vor eurer Wohnungstür liegen? Schon komisch, dass alles wieder weiß draußen ist. Obwohl es bei uns so langsam aber sicher wieder am schmelzen ist. 

Was hatte die letzte Woche sonst noch zu bieten? Ach ja, wir sind zur Grünen Woche nach Berlin gefahren. Es war wirklicht toll und ich kann es jedem empfehlen. Leider waren wir zwei Tage zu früh dort, denn vom 23.1 an gab es dort extra Ausstellungen zur vegetarischen und veganen Ernährung. Ich habe trotzdem einiges probieren können. Wer jetzt noch hin möchte sollte sich beeilen, denn übermorgen ist die diesjährige Grüne Woche schon wieder um.

Wo wir schon beim Thema 'Grün' sind: Grünkohl! Die einen lieben ihn und die anderen hassen ihn! Ich muss sagen, wenn mir als Kind jemand nur leicht angedünsteten oder gar rohen Grünkohl auf den Teller gelegt hätte, wäre ich auch weg gerannt. Bei uns wurde er immer schön eingekocht und mit Würstchen schmackhaft gemacht. 


Roher Grünkohl ist heutzutage in grünen Smoothies oder auch in Form von Chips sehr populär, was vor allem daran liegt, dass er extrem nährstoffreich ist und deshalb gerne als Superfood bezeichnet wird: 

[...] sein Nährstoffgefüge übertrifft viele andere an Vitamin A, Vitamin C und Vitamin K, Folsäure, Calcium, Kalium, Magnesium und Eisen, Omega-3-Fettsäuren als auch hinsichtlich seiner Ballaststoffe, seiner antioxidativ wirkenden sekundären Pflanzenstoffe und seines hohen Chlorophyll-Gehalts. 

[...]  Darüber hinaus macht sein Protein- und Eisengehalt selbst Rindfleisch als "erstklassigen" tierischen Eisenlieferanten Konkurrenz.
(Quelle)

Wer das grüne Blattgemüse eher selten auf dem Teller oder im Glas zu Gesicht bekommt, sollte dies also mal ändern. Gerade jetzt in der Winterzeit bekommt man frischen Grünkohl im Biomarkt, auf Wochenmärkten, aber auch in einigen Supermärkten zu kaufen. Für das restliche Jahr reicht auch der Tiefkühl-Grünkohl, doch ich finde gerade die frische Variante mit seiner knackigen Konsistenz unschlagbar. 


Deshalb habe ich den Grünkohl im folgendem Rezept auch nicht gekocht. Er wurde lediglich mit eine Dressing einmassiert. Zusammen mit den restlichen Zutaten ergibt sich ein super nährstoffreicher Salat, der sowohl als Vorspeise oder als Hauptspeise serviert werden kann und eurem Körper vor allem jetzt in der Schnupfen-Zeit einen Vitaminboost gibt. Bei meinen Freundinnen kam er jedenfalls gut an!


Für 3-6 Portionen
70 g Quinoa
50 g frischer Grünkohl, ohne Stiel
1/2 kleine rote Zwiebel
1 rote Paprika
3 getrocknete Tomaten
1 reife Avocado
250 g gekochte schwarze Bohnen oder Kidneybohnen
handvoll Petersilie (optional)

DRESSING
1 Limette
1-2 EL Olivenöl
1/2-1 TL Senf, mittelscharf
2 TL Hefeflocken
1/4 TL Cayenne (optional)
1/4 TL Kreuzkümmel, gemahlen
Salz, Pfeffer
2 TL Agavendicksaft
  • Für das Dressing die Limette auspressen und den Saft mit den restlichen Zutaten vermengen. Das Dressing zur Seite oder in den Kühlschrank stellen.
  • Quinoa in Gemüsebrühe oder Wasser nach Packungsanleitung etwa 16 Minuten kochen. Anschließend abkühlen lassen.
  • Währenddessen den Grünkohl waschen und (mit einer Salatschleuder) gut trocken schleudern. Dann in kleine Stücke zerreißen oder hacken. Das vorbereitete Dressing über den Kohl gießen und mit sauberen Händen 30-60 Sekunden einmassieren. Anschießend zur Seite stellen.
  • Nun die Zwiebel, die getrockneten Tomaten und die Petersilie klein hacken und die Paprika würfeln. Zusammen mit den Bohnen und dem gekochten Quinoa zum Grünkohl geben und vermengen.
  • Den Salat für mindestens 15 Minuten kühl stellen. Kurz vor dem Servieren das Avocadofleisch in kleine Stücke schneiden und vorsichtig unter den Salat heben.

TIPPS:
- Ihr könnt hier auch eine Dose (Abtropfgewicht 240 g) Bohnen verwenden. Schwarze Bohnen habe ich bisher nur bei "Xenos" gefunden. Falls jemand von euch noch einen Tipp hat, immer her damit!
- Für die getrockneten Tomaten könnt ihr entweder in Öl eingelegte oder nicht-eingelegte verwenden. Letzteres einfach ein paar Minuten in heißes Wasser legen, abtropfen lassen und klein hacken.
- Anstatt Quinoa könnt ihr es auch mal mit Vollkornreis probieren.


Sehen die Farben nicht toll aus? Also da kann man doch nun wirklich nicht widerstehen! 

Ich wollte euch noch zum Abschluss darauf aufmerksam machen, dass für mich die Klausuren vor der Tür stehen und ich für die Uni momentan noch einiges zu tun habe. Was bedeutet das? Ich werde mich in den nächsten Wochen hier weniger blicken lassen. Seid mir nicht böse, aber die Uni geht (leider) vor!

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende!

Freitag, 16. Januar 2015

Etwas Süßes für Zwischendurch

Hallo ihr Lieben,
ein langer Tag geht vorüber. Wir hatten heute eine Vorlesung, die von 8.15 Uhr bis 17 Uhr ging, mit einer zweistündigen Mittagspause dazwischen wohlgemerkt. Es war trotzdem ein viel zu langer Uni-Tag. Morgen muss ich leider noch einmal hin bis etwa 13.45 Uhr und nächste Woche wiederholt sich das ganze ein weiteres mal. Bei so einem langen Tag geht schnell die Konzentration und Aufmerksamkeit verloren. Was hilft um müde Studenten wieder munter zu machen? Na klar, ein leckerer Snack.


Ein bisschen Glucose fürs Gehirn und schon ist man wieder voll dabei! Dieser leckere Snack vereint mein knuspriges Schokomüsli mit einer süßen Kaki-Erdnusscreme. Da ist nicht nur unser Kopf glücklich sondern auch unsere Zunge, unsere Augen und unserer Bauch. 


Für 2 Portionen
1 große reife Kaki bzw. Persimmone
150 ml Mandelmilch 
3-5 TL Ahornsirup
1/4 TL Zimt
2 gehäufte TL Erdnussmus, gesalzen

ein paar EL Schokomüsli
Kakaonibs zum Garnieren (optional)

  • Das grüne Stück der Kaki entfernen und die Frucht mit den restlichen Zutaten für die Creme zu einer glatten Masse pürieren. Mit Ahornsirup abschmecken und bis zum Servieren kühl stellen.
  • Etwas Müsli in kleine Dessertgläser geben und die Creme darauf verteilen. Mit Kakaonibs garnieren.
Tipps:
- Die Kaki sollte wirklich reif sein, damit sie keine Tannine mehr enthält und besonders süß ist. Wenn man sie drückt sollte die Schale sehr weich sein.
- Anstatt Mandelmilch könnt ihr auch andere Pflanzenmilch verwenden. Ahornsirup lässt sich auch durch Agavendicksaft oder Kokosnussnektar ersetzen, dann jedoch mit weniger anfangen und erst einmal abschmecken.
- Ihr solltet hier wirklich Erdnussmus aus gerösteten Erdnüssen verwenden. Wenn es ungesalzen ist einfach noch eine kleine Prise Meersalz zu den Zutaten dazugeben.
- Die Creme schmeckt schön gekühlt am besten!


Frohes Snacken und ein schönes Wochenende wünsche ich euch!

Montag, 12. Januar 2015

Schoko-Müsli

Hallo ihr Lieben,
oder besser "Guten Morgen". Es ist Montag, für die meisten wohl der schlimmste Tag der Woche. Ich muss heute glücklicherweise erst nachtmittags zur Uni, aber viele von euch mussten sicher früh raus. Da fehlt dem ein oder anderem selbstverständlich oft die Motivation sich etwas leckeres zum Frühstück zu zaubern. Ich gehe an solchen Tagen meist mit einem grünen Smoothie außer Haus, wenn ich es nicht mehr schaffe mir etwas anderes zuzubereiten. Mit ein bisschen Vorbereitung am Tag davor oder am Wochenende kann man jedoch auch andere Leckereien am Morgen ohne viel Aufwand genießen. Wie wäre es zum Beispiel mit Müsli?


Klingt langweilig? Das muss es aber nicht sein. Nun denkt ihr sicher an diese zuckerbeladenden Fertig-Müslis, die es fast in jedem Supermarkt zu kaufen gibt. Klar, die sind mit Sicherheit lecker, aber es geht auch noch etwas gesünder. Denn ein tolles Müsli könnt ihr ganz einfach selbst machen.


Diese Müsli-Rezept bietet alles, was den Morgens-Nicht-Aus-Dem-Bett-Kommer fit für den Tag macht und gleichzeitig super schmeckt. Ich sag nur: Schokolade und Knusper-Effekt, was will man mehr! Dieses Müsli macht bestimmt jeden Morgenmuffel munter. Serviert es mit Milch und frischen Früchten oder zu Sojajogurt. Als Snack für Zwischendurch kann man natürlich auch einfach so mal in die Müsli-Dose greifen.


Für ca. 4-6 Portion
100 g Buchweizen
100 g kernige Haferflocken
2 EL (20 g) Hanfsamen, geschält
50 g Haselnüsse
1/2 TL Zimt
2 gehäufte EL Kakao, ungesüßt
1 Prise Salz
100 g Ahornsirup
40 g Nussmus (wie z.B. Cashewmus)
50 g getrocknete Maulbeeren

  • Den Ofen auf 170°C vorheizen.
  • Die Haselnüsse grob zerhacken und mit Buchweizen, Haferflocken,Hanfsamen, Zimt, Kakao und Salz vermengen.
  • Ahornsirup und Nussmus gut verrühren (in einem kleinen Topf erwärmen, falls die Masse nicht gut zusammen kommt).
  • Die Nussmus-Masse zu den anderen Zutaten geben und vermengen.
  • Das Müsli auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und verteilen.
  • Im vorgeheizten Ofen etwa 18-20 Minuten backen. Nach 10 Minuten Backzeit das Müsli etwas bewegen.
  • Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Maulbeeren unter das Müsli heben. Anschließend komplett auskühlen lassen und in einem luftdichten Glascontainer aufbewahren. 
Variationen:
- Hanfsamen könnt ihr auch durch Chiasamen oder durch Kokosflocken ersetzen.
- Anstatt Maulbeeren könnt ihr auch andere getrocknete Früchte wie Cranberries, Rosinen oder Gojibeeren verwenden.
- Für mehr Süße 1-2 EL Kokosblütenzucker oder Rohrohzucker zu den trockenen Zutaten dazugeben.
- Anstatt Ahornsirup könnt ihr auch etwa Agavendicksaft nehmen. Agavendicksaft ist jedoch süßer als Ahornsirup also nehmt ggf. etwas weniger und erhöht die Menge des Nussmuses um die abgezogene Menge.
- Haselnüsse lassen sich durch andere Nüsse wie etwa Mandeln ersetzen.
- Für noch mehr Schoko-Geschmack einfach Kakao Nibs oder gehackte Zartbitterschokolade zum Müsli geben, sobald dies abgekühlt ist.


Wenn ihr also keine Lust mehr auf Brot oder Oatmeal zum Frühstück habt und euch die Zutatenliste eures Lieblings-Fertigmüslis beim genaueren Hinsehen die Kehle zuschnürt, dann backt euch doch selber eine Ladung. Es Bedarf nur ein paar Zutaten, die sich nach Belieben anpassen lassen, 2 Schüsseln, einem Backofen und etwa 30 Minuten eurer kostbaren Zeit! Worauf wartet ihr also noch?

Einen knusprig-schokoladigen Start in die Woche wünsche ich euch!
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...