7. Dezember 2016

Schnelles Kartoffel-Curry

Hallo ihr Lieben,
es ist schon einige Monate her, dass ich hier aktiv war und scheinbar habt ihr mich vermisst. Ich hatte viel um die Ohren (Uni und co.) und irgendwie hatte ich für eine Weile die Motivation neue Rezepte zu kreieren verloren. Das klingt vielleicht so, als hätte ich eine ziemlich schlimme Zeit durchgemacht, aber keine Sorge, dem war nicht so. Ganz im Gegenteil! Ich bin seit ein paar Monaten in einer glücklichen Beziehung und vor ein paar Wochen ist mein Freund zu mir gezogen. Jetzt hat zudem die Weihnachtszeit begonnen und das ist für mich einfach immer schon die schönste Zeit des Jahres gewesen!


Ich habe euch heute ein Rezept für ein leckeres Curry mitgebracht - also genau das passende für diese kalte Jahreszeit. Vor allem ist es einfach und schnell gemacht, da ihr bis auf die Kartoffeln nichts schnibbeln müsst (und falls ihr Bio-Kartoffeln verwendet spart ich euch auch noch das Schälen). Zu Curry passt am besten eine Portion Reis, aber Quinoa, Hirse oder ein paar Scheiben getoastetes Vollkornbrot würden sich genau so gut schlagen. Komplett ohne geht es natürlich auch!



Für ca. 4 Portionen
200g Süßkartoffeln
200g Kartoffeln
300ml Gemüsebrühe
1 Dose Tomaten, gehackt
80g rote Linsen
1/2 TL Currypulver
1/4 TL Ingwer, gemahlen
1/2 TL Kurkuma, gemahlen
1.5 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1/2 TL Koriander, gemahlen
1/2 TL Paprika scharf
200ml Kokosmilch lite
100g TK Erbsen
1/2 TL Salz
1/4 TL Pfeffer

  • Die Kartoffeln und Süßkartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. 
  • Zusammen mit der Brühe, den Tomaten, den Linsen und den Gewürzen in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Für etwa 20-25 min auf niedriger bis mittlerer Stufe köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind.
  • Nun die Kokosmilch und Erbsen einrühren. Zum Kochen bringen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

So einfach und schnell geht das! Während das Curry köchelt könnt ihr euch Schlafanzug und Bademantel anziehen und das Fernsehprogramm für den Abend aussuchen. Momentan sind wir im "How I met your mother"-Fieber. Mein Freund kennt die Serie schon in und auswendig, aber ich muss zugeben, dass die in den letzten Jahren irgendwie an mir vorbei gegangen ist. Wie sind denn momentan euer Abendprogramm aus?


Dann wünsche ich euch noch eine schöne Restwoche! Ich habe noch ein bisschen was in meiner freien Woche zu tun, da nächsten Montag offiziell meine Laborarbeit für die Masterarbeit beginnt. Ich will gar nicht darüber nachdenken, was nächstes Jahr nach dem Master kommen wird. Zum Glück habe ich noch ein wenig Zeit mir Gedanken darüber zu machen.
Bis zum nächsten Mal!

3. Mai 2016

Zitrus-Kirsch-Pastetchen

Hallo ihr Lieben,
ich habe schon ein richtig schlechtes Gewissen, dass ich mich im April überhaupt nicht hier blicken lassen habe. Ich hoffe ich werde in Zukunft wieder mehr Zeit haben um regelmäßiger bloggen und Rezepte basteln zu können - denn ich habe mich dazu entschlossen, meinen Nebenjob in der Bäckerei zu kündigen. Ich habe einfach gemerkt, dass es sehr schwer ist mein Studium und die Nebenarbeit am Wochenende unter einen Hut zu bringen. Ich bin zwar etwas traurig, denn immerhin hat der Job Spaß gemacht und meine Kolleginnen sind einfach total super - aber immerhin ist die Bäckerei gleich bei mir um die Ecke, da werde ich den Damen sicher ab und zu mal einen Besuch abstatten.

Während meiner Anstellung in der Bäckerei haben mich Kunden oft Dinge gefragt, die ich aufgrund meiner Ernährungsweise und der Tatsache, dass ich das Gebäck somit nie probiert habe, nicht beantworten konnte - vor allem Dinge wie: "Schmeckt das Puddingteilchen sehr süß?", oder "Welcher Wrap ist leckerer - Hähnchen Curry oder Thunfisch?" Aber die beste Frage bisher war definitiv: "Welches ihrer Brote passt denn am besten zu Gänseschmalz?" Da war ich wirklich total baff und überfordert (und auch ein wenig angeekelt). 


Auch wenn die vielen vor allem süßen Leckereien, die wir in der Bäckerei verkaufen wirklich toll und lecker aussehen, bleibe ich lieber bei veganen und gesünderen Varianten. Vor kurzem habe ich auf dem Youtube-Kanal von der coolen Laura Miller (Raw. Vegan. Not gross.) ein Rezept für vegane und rohe "Pop Tarts" entdeckt und dachte, die könnte man doch auch gut im Ofen backen. Ich habe also das Rezept etwas abgewandelt und die runden Pastetchen in den Ofen geschoben. Voilà, da sind sie.


Pastetchen ist vielleicht nicht der geeignetste Begriff, da der Teig wirklich weit weg von dem ist, den man von Pasteten erwartet. Dennoch haben sie mich vom Aussehen her daran erinnert - und darüber hinaus habe ich eh Probleme passende Titel für meine Rezepte zu finden :)

Die "Pasteten" haben eine leckere, nicht zu süße Kirsch-(Blut-)orangen Füllung, sind glutenfrei, zuckerfrei, sehr ballaststoffreich und haben wenig Fett. Ein toller Snack also für zwischendurch oder auch zum Frühstück. 


Für 10-12 Stück
TEIG
150 g  Vollkornreismehl
100 g Kokosmehl
20 g Flohsamenschalen
1/4 TL Salz
100 g weiche Datteln, entsteint (ca. 9 Stück)
50 ml (Blut-)Orangensaft, frisch gepresst
40 g Ahornsirup
1 TL Zitronensaft

FÜLLUNG
100 g TK Sauerkirschen, aufgetaut
100 weiche Datteln entsteint
2 TL Zitronensaft
1 gehäufter EL Flohsamenschalen
50 ml (Blut-)Orangensaft
1 EL Ahornsirup (optional)

  • Für den Teig die Flohsamenschalen in 250 ml Wasser einrühren und 10-15 min zur Seite stellen.
  • Die Datteln, den Orangen- und Zitronensaft und den Ahornsirup pürieren (am besten in einem Standmixer/Hochleistungsmixer/einer Küchenmaschine) bis eine homogene Masse entstanden ist. Dann die eingeweichten Flohsamenschalen dazugeben und wieder pürieren. Dabei sollte eine klebrige Kugel entstehen.
  • Das Mehl in eine Schüssel geben und die Dattel-Flohsamenschalenmasse dazugeben. Nun einmal alles kräftig verkneten bis ein Teig entstanden ist. Diesen für 10 min in den Kühlschrank stellen.
  • In der Zwischenzeit die Zutaten für die Füllung ebenfalls kräftig pürieren.
  • Den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Den Teig dünn ausrollen (ca. 0,5 cm dick) und mit einem Glas oder einer Dessertform 12-24 runde Teigscheiben ausstechen.
  • Ein wenig der Kirschmasse in die Mitte von einer Hälfte der Teigscheiben geben. Dann eine weitere Scheibe darauf legen und mit einer Gabel den Rand rundherum andrücken.
  • Anschließend 30-40 min backen bis leicht gebräunt (oder etwas länger für dunkleres Gebäck, wie ihr auf dem Bild sehen könnt).
  • Abkühlen lassen und lossnacken!

Für das Rezept habe ich richtig saftige, frische Datteln verwendet (von Netto). Wenn eure also ehr trocken sind, würde ich sie vor Verwendung noch etwas einweichen. Falls ihr keine Orangen bzw. Blutorangen zum pressen da habt könnt ihr natürlich auch irgendeinen abgepackten Saft verwenden, oder diesen komplett durch (glutenfreie) pflanzliche Milch nach Wahl ersetzen. Falls ihr das Kokosmehl durch anderes Mehl oder gemahlene Mandeln ersetzen wollt, müsst ihr bedenken, dass Kokosmehl unglaublich viel Flüssigkeit bindet.


Eine Variante mit Himbeeren stelle ich mir auch sehr lecker vor. Das werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren. Eine kleine Info zur Konsistenz: Die kleinen Pastetchen sind eher weich, also nicht so knackig wie Plätzchen. Ich denke, wenn man noch etwas Kokosöl in den Teig integriert, könnte dieser noch knuspriger werden. 

So, ich habe nun noch ein paar Dinge für morgen vorzubereiten und die Waschmaschine schreit nach mir - zurück in den Alltag!

Bis zum - hoffentlich sehr bald kommenden - nächsten Mal!

24. März 2016

Vegane Käsesauce

Hallo ihr Lieben,
Ostern steht vor der Tür und ich habe nicht mal ein Rezept speziell für Ostern für euch. Aber wenigstens habe ich endlich wieder ein Rezept für euch! Euch sind vielleicht auch vor einer Weile Rezepte für vegane Käsesaucen aufgefallen, die mit Kartoffeln zubereitet werden und ich habe es nun endlich auch mal geschafft das Ganze auszuprobieren. 


Wow, ich hatte wirklich nicht erwartet, dass das so toll schmecken wird! Vor allem erinnert es wirklich an Käse (so weit ich mich an den Geschmack von Käse erinnern kann:)). Geschmacklich toppt diese Sauce sogar meine Kürbiscremesauce.


Ich habe ein wenig herumexperimentiert und hier kommt meine Version, die ich von anderen Rezepten abgewandelt habe. Schnell zubereitet, fettarm und glutenfrei, wenn ihr glutenfreie Haferflocken verwendet.


Für etwa 1L Sauce
130-150 g Karotten
300 g geschälte Kartoffeln
20 g Haferflocken
15 g Hefeflocken
1 EL Zitronensaft
1 EL Shiro Miso
250 ml Wasser
250 ml Cashewmilch
1 TL Salz
1/4-1/2 TL Pfeffer
1/2 TL Paprika edelsüß
1/4 TL Kurkuma (optional)

  • Die Karotten und Kartoffeln kochen/dampfgaren.
  • Anschließend mit den restlichen Zutaten zusammengeben und gut durchpürieren bis eine sämige Sauce entsteht.
Und das war's auch schon! Die Sauce schmeckt super mit Pasta, oder zu Gemüse. Oder ihr löffelt sie einfach so auf! Ein schlechtes Gewissen müsst ihr dabei nicht haben - bei den tollen Zutaten! Für mehr Cremigkeit könnt ihr noch etwa 2-3 EL Cashewnüsse vorm Pürieren dazugeben, aber ich finde selbst ohne Cashewkerne oder andere Nüsse hat die Sauce eine wundervolle Konsistenz. Die Cashewmilch könnt ihr selbstverständlich auch durch andere ungesüßte pflanzliche Milch ersetzen. Bon appetit!


Ich frage mich, ob man mit der Sauce auch eine Art Auflauf backen kann. Das werde ich definitiv mal testen. Was würdet ihr mit der Sauce leckeres anstellen? Habt ihr auch schon mal eine vegane Käsesauce aus Kartoffeln gekocht? Falls nicht, probiert es unbedingt mal aus. Ihr werdet euch deutlich besser danach fühlen als nach einer Ladung Pasta mit richtiger Käsesauce. 


Ich wünsche euch allen ein paar schöne Ostertage! Hier sind noch ein paar meiner süßen Rezepte die ganz gut zu Ostern passen:



Liebe Grüße!

21. März 2016

Buch-Tipp: Rohessenz

Hallo ihr Lieben,
entschuldigt meine lange Abwesenheit, so ein Masterstudium ist schon eine zeitaufwändige Sache. Ich habe heute auch leider kein neues Rezept für euch, aber dafür eine Buchempfehlung. Wie der Titel "Rohessenz" schon sagt handelt sich um ein rohes Kochbuch (wenn man hier überhaupt noch von "Koch-"buch sprechen kann:)

Vielleicht könnt ihr euch noch an mein kleines Rohkost-Experiment erinnern. Ich bin zwar kein Mensch, der komplett roh essen könnte, doch ich versuche viel Rohkost in meine Mahlzeiten zu integrieren - vor allem in den wärmeren Monaten, und die kommen ja hoffentlich so langsam aber sicher auf uns zu.


Das Buch "Rohessenz" von David Côté und Mathieu Gallant - Restaurantbesitzer und Bestsellerautoren - ist jedenfalls ein wunderschönes Buch, das schon beim Durchblättern Lust auf Rohkost macht. Es enthält nicht nur ausführliche Hintergrundinformationen, Tipps und Grundlagen der Rohkost sondern auch jede Menge Rezepte! 

Inhalt und Layout
Das Buch umfasst 224 Seiten. Zu Beginn des Buches gibt reichlich Informationen über die Vorteile der "lebendigen Nahrung", wichtige Zutaten und Verfahren, wie z.B. das Keimen von Samen und die Fermentierung. Darauf folgen Tipps zur richtigen Ausrüstung und anschließend 180 tolle Rezepte, die in folgende Kategorien eingeteilt sind:
  • Getränke
  • Suppen
  • Salate
  • Aufstriche
  • Fermentierung
  • Dörren
  • Appetithappen
  • Hauptgerichte
  • Desserts
Wie ihr sehen könnt gibt es für jede Gelegenheit eine gute Auswahl an Rezepten. Und zu jedem Rezept gibt's ein schönes Foto, so dass einem gleich das Wasser im Munde zusammen läuft. 


Die Rezepte
Bei 180 Rezepten, die alle wirklich klasse klingen, konnte ich mich gar nicht entscheiden, welche ich zuerst ausprobieren soll. Das tolle an dem Buch ist, dass es zu jedem Rezept Information zur Zubereitungszeit, ggf. Einweichzeit und Dörrzeit, Anzahl der Portionen und Ausrüstung gibt, so dass man nicht plötzlich da steht und nicht beginnen kann, da beispielsweise die Nüsse nicht über Nacht eingeweicht wurden.

Möhren-Curry-Suppe

Ein kleines Manko für manchen "Rohkost-Neuling" ist natürlich das Equipment. Man benötigt zwar nicht für jedes Rezept spezielle Geräte wie einen Dörrautomat, doch ohne kann man die wirklich tollen Rezepte aus dem Kapitel "Dörren" (wie Tortillas,  Crêpes und Chapatis) leider nicht machen, außer man hat nichts dagegen stundenlang den Ofen auf niedrigster Stufe anzulassen. 

Salat Madras
Wenige Rezepte verlangen auch mal nach ein paar speziellere Zutaten wie Mesquite-Pulver oder Kefirkörner, aber das bleibt durchwegs die Ausnahme. Für die meisten Gerichte benötigt man lediglich frisches Gemüse, Obst, Kräuter, Samen oder Nüsse, pflanzliche Öle, Gewürze und Tamari.

Kalamata-Oliven-Aufstrich
Ich habe ein paar der Rezepte ausprobiert und fand sie einfach nur klasse! Die Zubereitung war wirklich einfach (natürlich sind andere Gerichte deutlich aufwändiger) und sie schmeckten himmlisch. Schön finde ich auch, dass manche Klassiker wie Zwiebelsuppe, Borscht, Waldorfsalat, Falafeln, Bruschetta und Quiche aufgegriffen werden, die werde ich bestimmt auch bald testen.

Fazit
Das Buch "Rohessenz" ist ein tolles Buch für sowohl diejenigen, die sich für Rohkost interessieren und es mal auprobieren möchten, als auch diejenigen, die schon mehr Erfahrung mit roher Ernährung haben. Die meisten Rezepte benötigen wenige Zutaten und sind leicht und schnell zubereitet. Andere wiederum sind etwas aufwändiger und erfordern spezielles Equipment wie einen Dörrautomaten. Doch das Ergebnis wird es definitiv wert sein!

Vielen lieben Dank an den Neunzehn Verlag für die Bereitstellung des Buches!

David Côté & Mathieu Gallant
Rohessenz
224 Seiten, Hardcover
ISBN-13: 978-3942491648
19,95 Euro

13. Februar 2016

Acai Bowl for two

Hallo ihr Lieben,
ich bin für zwei Tage mal wieder in der Heimat, da an diesem Wochenende unser örtliches Orchester - in dem ich mal Mitglied war - den jährlich stattfindenen Workshop anbietet, bei dem etwa 200 Musiker zusammenkommen und gemeinsam Musikstücke einstudieren. In den letzten paar Jahren habe ich aufgrund meines Studiums nicht teilnehmen können und nun habe ich mir extra dieses Wochenende frei genommen, damit ich mal wieder mitmachen kann. Ich habe mein Instrument - ein Tenorhorn (schon mal gehört?) - zwar schon mehrere Jahre nicht mehr gespielt, aber es ist schon irgendwie wie Fahrrad fahren: Man verlernt es nie! Es hat heute wie erwartet wieder jede Menge Spaß gemacht und ich freue mich schon sehr auf Tag Nummer zwei.


Morgen ist ja wie wir alle wissen auch Valentinstag! Habt ihr etwas mit eurem bzw. eurer Liebsten geplant? Bei den meisten sind sicher Blumen und Pralinen im Spiel sowie ein leckeres Essen zu zweit. Damit kann man doch eigentlich gleich schon beim Frühstück beginnen, oder? Wie wäre es also mit einer Runde Acai-Bowls? Für die Singles unter euch: Seid nicht traurig - euer Prinz Charming steht sicher auch irgendwann vor eurer Tür. Bis dahin könnt ihr das Rezept einfach halbieren oder gleich beide Portionen auflöffeln.

Für 2 Portionen
2 kalte oder gefrorene Bananen
1 handvoll Blattspinat, gewaschen
2 kleine Blutorangen, gepresst
1 Packung gefrorenes Acai-Püree
100 ml Reismilch

Toppings (optional):
frische Beeren
Kokosraspeln
Kakaonibs
selbstgemachtes Müsli

  • Alle Zutaten bis auf die Toppings mit eurer Küchenmaschine oder einem Mixer zu einer cremigen Masse pürieren. 
  • Auf zwei kleine Schüsseln verteilen und mit Toppings nach Wahl garnieren.

Voilà, und schon ist euer Valentinstags-Frühstück serviert. Mit so einem gesunden Start kann dieser Tag doch nur gut werden. 

Dann genießt mal das restliche Wochenende und habt einen schönen Valentinstag!
Liebe Grüße!

4. Februar 2016

1x1-Gemüsecremesuppe

Hallo ihr Lieben,
während alle in Karnevalsstimmung sind liege ich gemütlich seit heute morgen eingekuschelt in Schlafanzug und Decke auf meiner Couch, trinke Tee, esse Bananabread und schaue mir Videos an. So einen freien Tag muss man ausnutzen. Eigentlich hatte ich heute noch einige Dinge zu erledigen, aber irgendwie brauche ich mal einen Tag zum durchatmen und als ich mir meinen Terminkalender angesehen habe, schien der heutige Tag genau richtig zu sein - denn so wirklich viel Freizeit ist in nächster Zeit leider nicht drin. Aber gut, das wird auch irgendwann (hoffentlich) wieder vorüber sein.

So, und nun zurück zum Thema Essen - mein Lieblingsthema! Ich war vor kurzem mit meiner Schwester in Köln unterwegs und uns ist aufgefallen, dass wir wirklich die meiste Zeit über Gesundheit und Ernährung sprechen. Da liegen wir wirklich auf einer Wellenlänge. In der Uni ist das schon etwas schwieriger nun, wo ich nicht mehr Ernährungswissenschaften studiere. Trotzdem freuen sich alle immer, wenn ich zum Beispiel etwas selbst Gebackenes mitbringe und über "ausgefallene vegane" Zutaten spreche. 


Grundsätzlich bringe ich mir auch jeden Tag Mittagessen mit, dass ich am Wochenende oder am Tag zuvor zubereitet habe. Zum einen gibt es in unmittelbarere Nähe nicht wirklich viele/tolle vegane Optionen und zum anderen spart man so natürlich eine Menge Geld - und außerdem mag ich mein eigenes Essen auch viel lieber. (Trotzdem freue ich mich darüber, dass bald ein "Hans im Glück" in der Nähe von unserem Institut öffnen wird!). 

In letzter Zeit bestand mein Mittagessen meist aus bunten Salaten, Bowls oder Suppen - sie sind schnell zubereitet, gesund und sättigend. Für die Suppen nehme ich meist irgendwelche Rezepte aus Kochbüchern, doch das folgende Rezept ist aus "Einzelstücken", die noch im Kühlschrank lagen entstanden - deswegen der Name "1x1-Gemüsecremesuppe. Schnell gemacht und cremig lecker!


Für 2-3 Portionen
60 g Cashewkerne
1 EL Öl
2 große Knoblauchzehen
1 Zucchini
1 Porreestange
1 Stangensellerie
1 Karotte
200 g geschälte Kartoffeln
500 ml Gemüsebrühe
1/2 TL Thymian, getrocknet
1/4 TL Cayenne
1/2 TL Salz
schwarzer Pfeffer
1/4 TL Kurkuma (optional)
1 TL Apfelelessig


  • Die Cashewkerne in heißem Wasser einweichen.
  • Den Knoblauch fein hacken und das restliche Gemüse in kleine Stücke schneiden.
  • Das Öl in einem Topf erhitzen und Knoblauch, Sellerie und Karotte etwa 3 min auf mittlerer Hitze andünsten.
  • Nun die Kartoffelstücke, Lauch und Zucchini, sowie die Gewürze dazugeben und 3-5 min mitdünsten.
  • Anschließend mit der Brühe auffüllen und zum Kochen bringen. Ca. 18 min auf niedriger bis mittlerer Hitze köcheln lassen. 
  • Die Cashewkerne abtropfen lassen und mit in den Topf geben. Mit einem Pürierstab oder einem Mixer cremig pürieren. Dann den Apfelessig einrühren und ggf. nachwürzen.
Und das war's auch schon. Schnibbeln - kochen - pürieren! Falls ihr einen Thermomix habt könnt ihr die Suppe auch super darin zubereiten. 


Was für Suppen esst ihr denn am liebsten? Ich bin ein Fan von cremigen Suppen wie meine Süßkartoffelsuppe mit Fenchel und Lauch oder meine Paprika-Erdnuss-Thai-Suppe mit Mango - mmmmmh -, aber so eine leckere "chunky" Gemüsesuppe esse ich auch ganz gerne mal. 

Ich wünsche euch alle ein paar schöne - hoffentlich nicht zu regnerische - Karnevalsstage. Bis zum nächsten Mal.

Liebe Grüße!

17. Januar 2016

Grünkohlsalat mit Orangen und Tempeh

Hallo ihr Lieben,
auch wenn es etwas spät kommt: Frohes neues Jahr! Ich hoffe ihr seid gut reingerutscht. Ich habe am 31.12 meinen ersten offiziellen 10 km Lauf abgelegt und das unter einer Stunde - Bestzeit für mich! Meine "New Year's Resolution" wieder regelmäßig Sport zu treiben läuft bisher auch ganz gut. Aber mal sehen, wie es Anfang Februar aussehen wird, wenn wieder jede Menge Arbeit während meiner Laborrotation ansteht.

Bevor es so weit ist wird noch fleißig für Klausuren gelernt und in der Küche herumexperimentiert. Ich glaube mein Lieblings-Nahrungsmittel ist momentan Tempeh. Im Asialaden gleich um die Ecke gibt es ihn so viel günstiger als in Bioläden und schmecken tut er mir auch deutlich besser. Gestern gab es Tempeh-Scramble zum Frühstück. Das war so gut, ich muss es unbedingt noch einmal probieren (und wahrscheinlich folgt dann auch ein Rezept-Beitrag hier auf meinem Blog). 


Das folgende Rezept ist ein Salat der Süßes und Herzhaftes vereint - und noch dazu gesund ist! Knackiger roher Grünkohl, ein frisches Nussmus-Orangen-Dressing, crunchy Walnusskerne, saftige Orangenstücke, süße Datteln und natürlich der herzhaft angebratene Tempeh.


Für 2 Portionen
100 g Tempeh
Kokosöl

MARINADE
2 EL Orangensaft
2 1/2 EL Sojasauce/Tamari
1/2 EL Agavendcksaft
1 EL Reisessig

ca. 3-4 Handvoll frischer Grünkohl, gehackt
8 getrocknete Datteln
Handvoll Walnüsse
frische Orangensegmente (ca. 1/2 Orange) 

DRESSING
1 1/2 EL helles Mandelmus
4-5 EL Orangensaft
2 EL Agavendicksaft
Salz, Pfeffer
optional: etwas geriebene Orangenschale

  • Die Zutaten für die Marinade zusammenrühren. Den Tempeh in dünne Streifen schneiden und in die Marinade legen. Nach ein paar Minuten wenden.
  • Die Zutaten für das Dressing verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Anschließend über den Grünkohl gießen und gut einmassieren. 
  • Nun etwas Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und die Tempeh-Streifen von beiden Seiten darin anbraten. Die restliche Marinade dabei mit in die Pfanne geben.
  • Anschießend den einmassierten Grünkohl mit den Orangen, in Streifen geschnittenen Datteln, Walnusskernen und dem Tempeh servieren.

TIPPS:
- Anstelle von weißem Mandelmus könnt ihr auch anderes Nussmus oder Tahin verwenden. Da wird den Geschmack jedoch auch etwas ändern. Gegebenenfalls etwas nachsüßen.
- Ihr benötigt etwa 1-2 Orangen für das Rezept. Wenn ihr Bio-Orangen verwendet könnt ihr etwas von der Schale mit in das Dressing reiben,



Habt ihr euch schon an rohen Grünkohl gewagt, außer in Smoothies? Viele Menschen würden sicher gleich die Augen verdrehen, die Zunge herausstrecken oder "Igitt" rufen. Aber glaubt mir, es schmeckt! Probiert es doch einmal aus. Und wo wir gerade von rohem Grünkohl sprechen, schaut euch auch mal mein Rezept für Quinoa-Bohnen Salat mit Grünkohl und Avocado an. 

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße!

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