3. Mai 2016

Zitrus-Kirsch-Pastetchen

Hallo ihr Lieben,
ich habe schon ein richtig schlechtes Gewissen, dass ich mich im April überhaupt nicht hier blicken lassen habe. Ich hoffe ich werde in Zukunft wieder mehr Zeit haben um regelmäßiger bloggen und Rezepte basteln zu können - denn ich habe mich dazu entschlossen, meinen Nebenjob in der Bäckerei zu kündigen. Ich habe einfach gemerkt, dass es sehr schwer ist mein Studium und die Nebenarbeit am Wochenende unter einen Hut zu bringen. Ich bin zwar etwas traurig, denn immerhin hat der Job Spaß gemacht und meine Kolleginnen sind einfach total super - aber immerhin ist die Bäckerei gleich bei mir um die Ecke, da werde ich den Damen sicher ab und zu mal einen Besuch abstatten.

Während meiner Anstellung in der Bäckerei haben mich Kunden oft Dinge gefragt, die ich aufgrund meiner Ernährungsweise und der Tatsache, dass ich das Gebäck somit nie probiert habe, nicht beantworten konnte - vor allem Dinge wie: "Schmeckt das Puddingteilchen sehr süß?", oder "Welcher Wrap ist leckerer - Hähnchen Curry oder Thunfisch?" Aber die beste Frage bisher war definitiv: "Welches ihrer Brote passt denn am besten zu Gänseschmalz?" Da war ich wirklich total baff und überfordert (und auch ein wenig angeekelt). 


Auch wenn die vielen vor allem süßen Leckereien, die wir in der Bäckerei verkaufen wirklich toll und lecker aussehen, bleibe ich lieber bei veganen und gesünderen Varianten. Vor kurzem habe ich auf dem Youtube-Kanal von der coolen Laura Miller (Raw. Vegan. Not gross.) ein Rezept für vegane und rohe "Pop Tarts" entdeckt und dachte, die könnte man doch auch gut im Ofen backen. Ich habe also das Rezept etwas abgewandelt und die runden Pastetchen in den Ofen geschoben. Voilà, da sind sie.


Pastetchen ist vielleicht nicht der geeignetste Begriff, da der Teig wirklich weit weg von dem ist, den man von Pasteten erwartet. Dennoch haben sie mich vom Aussehen her daran erinnert - und darüber hinaus habe ich eh Probleme passende Titel für meine Rezepte zu finden :)

Die "Pasteten" haben eine leckere, nicht zu süße Kirsch-(Blut-)orangen Füllung, sind glutenfrei, zuckerfrei, sehr ballaststoffreich und haben wenig Fett. Ein toller Snack also für zwischendurch oder auch zum Frühstück. 


Für 10-12 Stück
TEIG
150 g  Vollkornreismehl
100 g Kokosmehl
20 g Flohsamenschalen
1/4 TL Salz
100 g weiche Datteln, entsteint (ca. 9 Stück)
50 ml (Blut-)Orangensaft, frisch gepresst
40 g Ahornsirup
1 TL Zitronensaft

FÜLLUNG
100 g TK Sauerkirschen, aufgetaut
100 weiche Datteln entsteint
2 TL Zitronensaft
1 gehäufter EL Flohsamenschalen
50 ml (Blut-)Orangensaft
1 EL Ahornsirup (optional)

  • Für den Teig die Flohsamenschalen in 250 ml Wasser einrühren und 10-15 min zur Seite stellen.
  • Die Datteln, den Orangen- und Zitronensaft und den Ahornsirup pürieren (am besten in einem Standmixer/Hochleistungsmixer/einer Küchenmaschine) bis eine homogene Masse entstanden ist. Dann die eingeweichten Flohsamenschalen dazugeben und wieder pürieren. Dabei sollte eine klebrige Kugel entstehen.
  • Das Mehl in eine Schüssel geben und die Dattel-Flohsamenschalenmasse dazugeben. Nun einmal alles kräftig verkneten bis ein Teig entstanden ist. Diesen für 10 min in den Kühlschrank stellen.
  • In der Zwischenzeit die Zutaten für die Füllung ebenfalls kräftig pürieren.
  • Den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Den Teig dünn ausrollen (ca. 0,5 cm dick) und mit einem Glas oder einer Dessertform 12-24 runde Teigscheiben ausstechen.
  • Ein wenig der Kirschmasse in die Mitte von einer Hälfte der Teigscheiben geben. Dann eine weitere Scheibe darauf legen und mit einer Gabel den Rand rundherum andrücken.
  • Anschließend 30-40 min backen bis leicht gebräunt (oder etwas länger für dunkleres Gebäck, wie ihr auf dem Bild sehen könnt).
  • Abkühlen lassen und lossnacken!

Für das Rezept habe ich richtig saftige, frische Datteln verwendet (von Netto). Wenn eure also ehr trocken sind, würde ich sie vor Verwendung noch etwas einweichen. Falls ihr keine Orangen bzw. Blutorangen zum pressen da habt könnt ihr natürlich auch irgendeinen abgepackten Saft verwenden, oder diesen komplett durch (glutenfreie) pflanzliche Milch nach Wahl ersetzen. Falls ihr das Kokosmehl durch anderes Mehl oder gemahlene Mandeln ersetzen wollt, müsst ihr bedenken, dass Kokosmehl unglaublich viel Flüssigkeit bindet.


Eine Variante mit Himbeeren stelle ich mir auch sehr lecker vor. Das werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren. Eine kleine Info zur Konsistenz: Die kleinen Pastetchen sind eher weich, also nicht so knackig wie Plätzchen. Ich denke, wenn man noch etwas Kokosöl in den Teig integriert, könnte dieser noch knuspriger werden. 

So, ich habe nun noch ein paar Dinge für morgen vorzubereiten und die Waschmaschine schreit nach mir - zurück in den Alltag!

Bis zum - hoffentlich sehr bald kommenden - nächsten Mal!

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