28. Juli 2017

Süße frische Polenta mit Nektarinen

Hallo ihr Lieben,
endlich ist sie da - die Mais Saison. Ja ok, ich denke nicht, dass es diesen Begriff so überhaupt gibt (wir reden ja nicht von Spargel). Mais hat jetzt jedenfalls Saison, passend zur Grillzeit. Und wer steht nicht auf frische Maiskolben direkt vom Grill? Mais kann aber auch ganz anders verarbeit werden (nein, ich meine nicht in Dosen verpacken). Ich spreche von Polenta.


Mit Polenta assoziieren wahrscheinlich die meisten von euch den trockenen Maisgrieß aus der Packung und den daraus zubereiteten Brei. Aber habt ihr auch schon mal frische Polenta gegessen? Das ist kein Vergleich zum trockenen Pendant aus der Tüte!


Seit ich letzten Sommer das Rezept für süße Polenta von der lieben Lea Green ausprobiert habe, wollte ich von da an jeden Tag zum Frühstück Polenta aus frischem Mais essen. Wirklich, es war so gut - himmlich süß, wärmend und sättigend. Leider ging der Sommer und damit die Saison für Mais zu schnell vorbei.


Jetzt ist sie aber wieder da und deshalb gibt es heute meine Lieblings-Polentavariante für euch aus frischem Zuckermais mit leicht eingekochten Nektarinen. Ich finde diese Kombination einfach klasse! Ihr könnte natürlich auch Pfirsiche oder andere Früchte eurer Wahl nehmen, wie ihr mögt. Aber frischer Mais muss sein - nicht aus der Dose!


Für 2-3 Portionen
4 große Kolben Zuckermais (ca. 550g Maiskörner)
380ml Hafer- oder Mandeldrink
1-2 EL Agavendicksaft oder Ahornsirup
1/2 - 1 TL Zimt
1/4 TL Muskat

3 Nektarinen
1 EL Kokosöl
1/2 TL Zimt

  • Die Maiskolben waschen und mit einem Messer die Maiskörner vom Kolben abschneiden. Schneidet am besten gleich in eine Schüssel, so erspart ihr euch eine große Sauerei.
  • Die Maiskörner zusammen mit dem Hafer- oder Mandeldrink in einen Topf geben, zum Kochen bringen und und 5-7 min mit Deckel köcheln lassen.
  • In der Zwischenzeit die Nektarinen waschen und in Spalten schneiden.
  • Nun den Zimt, das Muskat und den Agavendicksaft zum Mais geben, umrühren und für weitere 5-7 min köcheln lassen.
  • Währenddessen das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und die Nektarinen Spalten mit dem Zimt darin 2-3 min unter Rühren andünsten und anschließend zur Seite stellen.
  • Nun mit einem Standmixer oder einem Stabmixer den Mais pürieren, so dass er zu einem stückigen Brei wird. Danach für etwa 5 min stehen lassen.
  • Zuletzt die Polenta in Schüsseln aufteilen und mit den Nektarinen servieren. 

Mh, jetzt bekomme ich wieder Lust auf frische Polenta! Wir gehen ja gleich einkaufen, da wird sicher der ein oder andere Maiskolben im Wagen landen.

23. Juli 2017

Natürlich gesüßtes veganes Kirsch-Eis mit Schokosplittern

Hallo ihr Lieben,
Sommer - was verbindet ihr mit Sommer? Urlaub? Sonnenschein? Und was darf im Sommer auf keinen Fall fehlen (abgesehen von Sonnencreme und Sonnenbrille)? Richtig, eine ordentlich Portion Eiscreme! Was sind denn eure Lieblingssorten?

Ich war in letzter Zeit ziemlich oft Eis essen, aber irgendwann vergeht einem als Veganer auch die Lust an übersüßen Mangosorbets und Erdbeereis. Mein Freund und ich haben vor einigen Wochen entschieden selbst mal kreativ zu werden und haben uns eine Eismaschine zugelegt.

Nichts Ausgefallenes.
Ein ganz simples Modell aus dem Supermarkt.


 
Mittlerweile haben wir das Ding dreimal angeschmissen und drei super leckere Eissorten (u.a. Erdnusskaramell und Kaffeeeis) gezaubert. Wow, es ist wirklich so einfach und so lecker! Heute habe ich für euch eine vielleicht nicht ganz so ausgefallene Sorte, aber dennoch richtig lecker.

Kirsch-Eis mit Schokosplittern.
Fruchtig.
Cremig.
Was will man mehr!?

 
Und wisst ihr was noch so toll an diesem Rezept ist? Es ist lediglich mit Datteln und natürlich Kirschen gesüßt! Ja, richtig gelesen, kein extra Zucker! Die cremige Konsistenz erhält man durch die Zugabe von Kokosmilch und das i-Tüpfelchen bringt Vanille und Zartbitterschokolade. Ich denke, da darf man sich ruhig mehr als nur ein oder zwei Kugeln gönnen.

Für diejenigen von euch, die nicht so gut ausgestattet sind wie ich und keine Eismaschine besitzen - man kann Eis auch ohne solch Gerätschaften machen. Tipps dazu und generell zur Zubereitung folgen nach dem Rezept. Lest sie euch auf jeden Fall durch.


 Ergibt ca. 750ml Eiscreme
1 Dose Kokosmilch (400ml)
150g Datteln, soft
200g TK Sauerkirschen 
1 gehäufter TL Guarkernmehl
Mark 1 Vanilleschote oder 1-2 TL Vanilleextrakt
(optional: ein paar EL Agavendicksaft)
40-50g Zartbitterschokolade, gehackt

  • Alle Zutaten bis auf die Schokolade in einen Hochleistungsmixer oder eine Küchenmaschine geben und pürieren bis eine cremige Masse entsteht (ergibt etwa 750ml).
  • Die Eiscreme-Masse in den vorgekühlten Behälter der Eismaschine geben (siehe Geräte-Anleitung) und etwa 30 min darin verarbeiten. 
  • Anschließend in eine Auflaufform geben, die gehackte Zartbitterschokolade unterheben, glatt streichen und mit Alufolie bedeckt für etwa 1-2 Stunden in den Gefrierschrank stellen.
  • In gekühlte Gläser oder Waffeln portionieren, löffeln und genießen!

 

Tipps & Tricks:
  • Falls ihr keinen Hochleistungsmixer besitzt verwendet am besten frische, entsteinte Kirschen und mixt alles mit einem Stabmixer. Das könnte ein Weile dauern, aber sollte möglich sein. Am besten weicht ihr die Datteln dafür vorher noch eine Weile in Wasser ein, damit sie schön weich werden. Mit frischen Kirschen empfiehlt es sich die Masse noch etwa 30-60 min in den Kühlschrank zu stellen, damit sie nicht zu warm ist bevor sie in die Eismaschine kommt.
  • Guarkernmehl ist ein Bindemittel, dass ihr im Biomarkt oder größeren Supermärkten findet. Falls ihr es nicht zu Hause habt, lasst es einfach weg.
  • Falls ihr sehr süßes Eis gewohnt seit bzw. bevorzugt, gebt noch ein paar Esslöffel Agavendicksaft in die Masse. Ich finde das Eis süß genug. Mein Freund mochte es auch sehr, etwas süßer hätte es für ihn dennoch sein können.
  • Für dieses Rezept habe ich Kokosmilch ohne irgendwelche nicht aussprechbaren Zusätze verwendet. Dazu müsste ihr nicht in den Biomarkt und auch nicht tief ins Portemonnaie greifen. Ich besorge Kokosmilch immer beim Penny (99 cents) oder Rewe (etwas teurer). 
  • Zum Thema Eismaschine: Ich weiß, dass eine Eismaschine nicht zum Standard-Repertoire der Küchengeräte gehört. Als ich noch keine Eismaschine hatte, habe ich selbstgemachtes Eis folgendermaßen zubereitet: Das Mixen der Zutaten bleibt wie beschrieben. Danach gebt ihr die Masse in ein für den Tiefkühler geeignetes flaches Gefäß (z.B. Auflaufform oder Tupperdose), das am besten schon vorgekühlt ist. Streicht die Masse gleichmäßig aus und stellt sie ins Gefrierfach. Nun holt ihr sie alle 30 min etwa heraus und rührt das Eis durch. Die Masse beginnt nämlich an den Seiten einzufrieren. Das ganze wiederholt ihr so lange, bis ihr die gewünschte Konsistenz erreicht hab. Dieser Vorgang ist etwas aufwändig und langwierig, aber so erreicht ihr eine cremigere Konsistenz ohne große Kristallbildung, als wenn ihr die Masse ohne Rühren gefrieren lasst.


Dann genießt mal weiterhin den Sommer. Falls ihr mein Eis oder eines meiner anderen Rezepte ausprobiert tagged mich bei instagram (@meli_loves_veggies  #melisbuntestudentenküche). Mein Freund, Bella und ich waren gerade draußen Ball spielen und sind jetzt erledigt. Zeit für einen gemütlichen Fernsehabend ... mit ein paar Kugeln Kirsch-Eis!

21. Juli 2017

Erdnuss-Bohnen Curry

Hallo ihr Lieben,
kann mir mal jemand ein gute Portion Motivation schicken? Ich sitze seit zwei Wochen zu Hause und komme überhaupt nicht mit meiner Masterarbeit voran. Da wären zum Einen die gelegentlichen Computer-Probleme, die mich in den Wahnsinn treiben; das viel zu schöne Wetter, das mich vom Schreibtisch raus auf den Balkon zieht; meine Hundedame Bella, die mich unter ständiger Beobachtung hat und auch die Frage, was ich jetzt eigentlich mit meinem Leben anfange nach dem Studium.

Ich hatte ja in meinen letzten Posts erwähnt, dass mein Freund und ich gemeinsam nach Würzburg ziehen werden. Er hat bereits eine Doktorandenstelle - doch ich bekomme so langsam das Gefühl, dass das nichts für mich wäre. Der Schritt ins Berufsleben ist wirklich nicht so einfach....

So, anderes Thema. Fußpflege.

Kleiner Scherz! Es folgt natürlich ein Rezept. Und ich muss mich mal wieder dafür entschuldigen, dass es erneut ein nicht sehr sommerliches Rezept ist. Ich sag nur Curry - mit Erdnussbutter! Oh ja, Erdnuss-Curry! Mit einer ordentlichen Ladung an Schwarzaugenbohnen. Klingt schon etwas komisch. Ich bevorzuge dann eher den englischen Namen "black-eyed peas". Hierzu noch eine lustige Story: Als mein Freund und ich die Bohnen gekauft haben meinte er nur, wir sollten sie lieber nicht nehmen, die haben schon schwarze Flecken. Nun weiß mein Freund jedenfalls, woher die Bohnen ihren Namen haben :).



Für ca. 3-4 Portionen
1 kleine rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1/2 gelbe Paprika
1/2 grüne Paprika
1/2 TL Paprika, scharf
1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1/2 TL Koriander
1/4 TL Kurkuma
Salz, Pfeffer
70g Tomatenmark
400g gekochte Schwarzaugenbohnen (oder Kichererbsen)
50g Erdnussbutter, ungesüßt
1TL Agavendicksaft (optional)
2 EL Zitronensaft

  • Zwiebel und Knoblauch fein hacken und Paprika in kleine Stücke schneiden.
  • Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl oder Wasser ca. 1 min andünsten, dann die Gewürze (Paprika, Kümmel, Koriander und Kurkuma) dazugeben. Kurz mitdünsten lassen.
  • Anschließend die geschnittenen Paprika dazugeben und so lange kochen, bis sie beginnen weich zu werden, etwa 3-5 min. Gegebenenfalls ein paar EL Wasser dazugeben, damit nichts anbrennt.
  • Das Tomatenmarkt mit 150ml Wasser gut vermengen und einrühren. Mit 1/4TL Salz und Pfeffer würzen. Alles für 2-3 min köcheln lassen.
  • Die Bohnen abspülen und abtropfen lassen und dazu geben. 
  • Die Erdnussbutter mit 150ml Wasser und Agavendicksaft cremig rühren und ebenfalls in das Curry einrühren.
  • Auf niedriger bis mittlerer Hitze für 5 min köcheln lassen.
  • Danach vom Herd nehmen und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Zu Reis servieren und mit Erdnüssen garnieren.

Ich mache mir Erdnussbutter immer selber. Dazu gebe ich zwei bis drei Dosen geröstete gesalzene Erdnüsse in meinen Vitamix oder Thermomix und mixe so lange, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Diese Variante schmeckt mir deutlich besser als gekaufte. Man kann natürlich auch ungesalzene Erdnüsse verwenden, aber ich würde dennoch darauf achten, dass sie geröstet sind. Selbstverständlich hat nicht jeder einen guten Mixer oder eine super Küchenmaschine zu Hause stehen, also könnt ihr auch Erdnussbutter aus dem Supermarkt oder Bioladen verwenden. Achtet jedoch darauf, dass sie ungesüßt ist.


Mein Freund müsste jetzt jeden Moment nach Hause kommen. Das Essen steht auch schon auf dem Herd - gut so, ich habe nämlich echt Hunger! Leider ist es nicht das Erdnuss-Bohnen-Curry, aber das wird sicher bald erneut gekocht.

Habt ein schönes Wochenende! 

9. Juli 2017

Vegane sojafreie Lasagne

Hallo ihr Lieben,
wieder ist eine Weile vergangen seit ich mich das letzte Mal hier gemeldet habe. Aber es ist auch einiges passiert. Ich habe endlich den praktischen Teil meiner Masterarbeit beendet; mein Freund und ich haben uns Würzburg angeschaut und ich hatte ein Bewerbungsgespräch - und jetzt warten wir - und schreiben natürlich fleißig an unserer Masterarbeit. Nun werde ich aber auch endlich wieder mehr Zeit haben um meine Rezeptideen in die Tat umzusetzen. 


Es ist zwar nicht wirklich ein Sommer-Rezept, aber ihr müsst unbedingt diese Lasagne probieren! Ich hatte eigentlich vor eine Lasagne mit Tofu-"Bolognese" zu machen, aber dann wollte ich doch mal etwas ganz anderes ausprobieren. Und diese Variante ist wirklich toll geworden.



Die "Bolognese-" Sauce besteht in diesem Fall aus Blumenkohl und Mandeln. Das mag vielleicht nicht sehr vielversprechend klingen, aber glaubt mir - das ist mein bisher liebstes Lasagne-Rezept!


Für 3-4 Portionen
"BOLOGNESE"
100g Mandeln
20g getrocknete Tomaten
ca. 500g Blumenkohl
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
2 Karotten
2 Dosen gehackte Tomaten
100g gehackte Tomaten, frisch 
150g passierte Tomaten
1 TL Oregano, getrocknet
1 TL Basilikum, getrocknet
1 TL Paprika, edelsüß
1 Salz

CASHEWCREME
100g Cashewkerne
2 EL Hefeflocken
2-3 TL Zitronensaft
100ml Wasser
Salz, Pfeffer

Vollkorn-Lasagneplatten

  • Für die Cashewcreme die Cashewkerne mit heißem Wasser bedecken und zur Seite stellen.
  • Die Mandeln und getrockneten Tomaten mit einer Küchenmaschine/einem Stabmixer fein hacken. Dasselbe mit dem Blumenkohl wiederholen, oder diesen mit einem Messer fein hacken. Anschließend alles gut vermengen.
  • Zwiebel und Knoblauch fein hacken und Karotten in feine Stücke schneiden. Dann in eine Pfanne mit etwas Öl oder Wasser anbraten bis die Zwiebeln glasig sind.
  • Nun die Blumenkohl-Mandelmasse unterheben und weitere 4-5 min braten.
  • Anschließend die Gewürze und Kräuter, sowie alle Tomaten dazugeben. Alles gut verrühren und mit Deckel etwa 10 min köcheln lassen. Zwischendurch umrühren und mit Salz und Pfeffer und ggf. mehr Kräutern abschmecken
  • Den Ofen währenddessen auf 175°C vorheizen.
  • Für die Cashewcreme die eingeweichten Cashewkerne abtropfen lassen und mit den restlichen Zutaten cremig pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Nun schnappt euch eine große Auflaufform und bedeckt den Boden mit einem Teil der "Bolognese" Sauce. Darauf kommt eine Schicht Nudelplatten, wieder etwas von der "Bolognese" und eine dünne Schicht Cashewcreme.
  • Dann kommt wieder eine Schicht Nudelplatten, etc. Anschließend kommt die Lasagne für etwa 30 min in den Ofen. 
  • Sobald sie fertig gebacken ist, holt sie aus dem Ofen und wartet noch etwa 5-10 min bis ihr sie anschneidet.

Viel Spaß beim Ausprobieren! 
So, es ist gleich 21.45 Uhr, mein Freund und ich werden noch eben eine Abendrunde mit unserer lieben Bella gehen (die haben wir heute bei meinen Eltern abgeholt) und dann beginnt für mich morgen die erste laborfreie Woche seit Beginn meiner Masterarbeit. Endlich kann ich das Wetter ein wenig genießen, ein paar Sachen erledigen und natürlich ausgiebig kochen!

Liebe Grüße!

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